Monolith Domination

Zwei Jahre nach Crashed, seinem Debut bei Hands, bringt Monolith mit Domination den Nachfolger und auch dieser schickt sich an, die Dark-Techno-Dancefloors zu füllen.

Wem das Vorgängeralbum vielleicht etwas zu glatt oder zu gradlinig war, der wird bei Domination voll auf seine Kosten kommen. Die Beats sind angenehm verzerrt und auch die Bässe sind etwas schmutziger, als noch beim Debut-Silberling. Die Essenz aber, die Monolith so unwiderstehlich macht, ist geblieben: Minimale Beats und dezente Noise- und Bass-Akzente, deren Wirkungsgrade zu 100% ausgenutzt werden. Trotz überwiegend monotonen Sequenzen und nur leichten Variationen schafft es Monolith, jeden Track so dermaßen abwechslungsreich zu gestalten, dass man sich hinterher fragt, wie das überhaupt vonstatten ging. Zu jedem Beat wird nach und nach, zunächst vollkommen unbemerkbar, eine weitere Sequenz eingeschoben und somit ins Spiel gebracht.Passgenau zum bereits laufenden Beat fügt sich der Neuling ein und übernimmt seinen Platz im stampfenden und unaufhörlich nach Vorne strebenden Rhythmus. Diese Vorgehensweise wird besonders dann deutlich, wenn der anfängliche Beat zunächst etwas holprig daherkommt, sich aber schon nach wenigen Augenblicken wieder geradezieht.
Trotz aller zum Bewegen auffordernden Rhythmen, hat Monolith auch Platz für Experimente, die mal mehr zum Noise als auch zu orientalischen Sounds tendieren und auch durchaus ruhiger Natur sein können. Dieser Mix aus Dancefloor-Knallern und ruhigen Experimenten hat Monolith auch in der Vergangenheit schon ausgezeichnet, denn auf Albumlänge ist es genau das, was eine interessante und ausgewogene Mischung ausmacht.

Alles in Allem ist Domination etwas düsterer und rauer ausgefallen, was dem Album sehr gut steht und durch diese Eigenschaft sowohl alte als auch neue Fans ansprechen wird. Man kann es drehen und wenden wie man möchte, aber auf diesem Gebiet ist Eric van Wonterghem mit Monolith, passend zum Albumtitel, dominierend. Ein absolutes Muß für jeden, der Monolith in allen Facetten mag und natürlich für diejenigen, die diese perfekte Mischung aus Dark-Techno, Minimal und verzerrten Beats kennenlernen möchten; aber hinterher nicht meckern, wenn man gar nicht mehr von loskommt.

Facts:

Label:
Hands

Mediatype:
CD

Genre:
Electronic / Industrial / Noise

Review-Datum:
06.07.2016

VÖ-Datum:
22.04.2016

Leserwertungen:
2

Bewertung:
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Autor:
Andy

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Andy hat bereits 124 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 4,5 Sterne.Das Fazit von Andy zu diesem Review lautet: Niemand bringt solche minimalen Beats besser auf den Punkt als Monolith. 2016-07-06 2 4,2

Tracklist:

01. Domination
02. Angel Of Death
03. Bridges
04. Oppression
05. Nerve Net
06. Countdown
07. Reconstructed
08. Dust Of India
09. Black Fire
10. Baigari
11. The Bell Witch
12. Bitter Years
13. Religion Of Peace
14. Together As One
15. Bridges (dmitry Distant Remix)

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