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07.09.2012
Mind The Gap
Metroland klauen, was das Zeug hält. Ergebnis: ein tolles Elektronik-Album!

Metroland Triadic Ballet

Ab wann bezeichnet man ein Album als Konzeptalbum? Diese Frage darf man sich beim neuesten Werk aus dem Hause Metroland getrost stellen. „Triadic Ballet“ kommt in einem künstlerisch anspruchsvollen Gewand daher und erinnert in seiner Aufmachung an genau das, was man sich eben unter so einem Konzept vorstellt. In diesem Falle handelt es sich um die Kunst, wobei der Augenmerk ähnlich wie bei „Bauhaus“ auf eben dieser Bewegung liegt. Titel wie „Utopia“ und „Zeppelin“ lassen da schon erahnen, in welcher Zeit Metroland ihre Klänge verortet haben.

Die erste Scheibe in dieser Box ist das eigentliche Album. Es beginnt mit gleich drei Titeln, die allesamt den Namen „Design“ tragen und dieses in all seinen Facetten darstellen: Unity, Hierarchy, Variety. Klanglich unterscheiden sich diese drei Titel durchaus voneinander, auch wenn man eine Verwandtschaft definitiv raushören kann. Mit „Ikone der Moderne“ und „Zeppelin“ setzen Metroland den 20er Jahren ein klangliches Denkmal, getrieben von ganz einzigartigen Beats und elektronischen Klängen, die dem gesamten Album eine besondere Note verleihen.

Überhaupt könnten die Titel nicht unterschiedlicher ausfallen, denn da ist von ruhigen, balladenartigen Titeln wie „Utopia“, bis hin zu ordentlich wummernden Klängen wie „3 Directors“ alles dabei. Metroland haben es geschafft, diesem 20er Jahre Bauhaus Konzept einen ganz eigenen Touch zu geben, der einen aber trotzdem immer wieder an das eigentliche Konzept erinnert. Mit Sprache und Stimme wird sehr sparsam umgegangen, man will die Hörer mit den Klängen in seine Welt entführen. Doch dort wo dann doch einmal Stimmen zum Einsatz kommen, passen sie wie die Faust aufs Auge.

Und wer von dem Abwechslungsreichtum des eigentlichen Albums nicht genug bekommen hat, der kann sich an den zwei zusätzlichen CDs austoben, die allesamt Remixe enthalten. Auch dort gilt: Innovation und Varietät. Egal ob klassischer 90er Jahre Elektro oder düstere EBM-Klänge, zwei Mal wird das Album komplett in Remixen verarbeitet und somit dürfte auf jeder Scheibe etwas für den eigenen Geschmack zu finden sein. Manch ein Remix fällt gewöhnungsbedürftig aus, wohingegen andere den so schon guten Song noch einmal gehörig aufpäppeln.

Metroland überzeugen mit ihrem zweiten Album „Triadic Ballet“ auf ganzer Linie. Mit Hilfe von innovativen Klängen wird man in die Welt des Designs und der Kunst entführt. Und wer sich an all dem noch nicht satt gehört hat, kann die Reise auf zwei weiteren CDs noch einmal aus völlig neuer Sicht erleben.

Facts:

Label:
Alfa Matrix

Mediatype:
Tripple-CD

Genre:
Electronic / Industrial / Noise

Review-Datum:
03.06.2015

VÖ-Datum:
17.04.2015

Leserwertungen:
2

Bewertung:
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Autor:
Miss_Nobody

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Miss_Nobody hat bereits 15 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 4 Sterne.Das Fazit von Miss_Nobody zu diesem Review lautet: Metroland überzeugen mit ihrem zweiten Album „Triadic Ballet“ auf ganzer Linie. 2015-06-03 2 4,2

Tracklist:

Cd1 (unity):
01. Design [unity]
02. Design [hierarchy]
03. Design [variety]
04. 3 Directors
05. Ikone Der Moderne
06. Zeppelin
07. Machines Gone Mad
08. Triadic Ballet
09. Art + Technology
10. Struktur
11. Les Trois Couleurs
12. The Manifesto
13. Utopia

Cd2 (hierarchy):
01. Design (fotonovela’s R2d2 Loves C3po Remix)
02. 3 Directors (threshold Mix)
03. Ikone Der Moderne (deutsche Bank Remix)
04. Zeppelin (nattefrost Remix)
05. Machines Gone Mad (lifelong Corporation Remix)
06. Triadic Ballet (commuter Remix)
07. Art + Technology (musicocoon Remix)
08. Struktur (my.cosmo Remix)
09. Les Trois Couleurs (playboy’s Bend Remix)
10. The Manifesto (the Rorschach Garden Analog Mix)
11. Utopia (johan Breton’s Journey Through Utopia)

Cd3 (variety):
01. Design (absolute Body Control Remix)
02. 3 Directors (oberkampf’s 80’s Remix)
03. Ikone Der Moderne (systematic Remix)
04. Zeppelin (diskodiktator Remix)
05. Machines Gone Mad (trinity Ward Remix)
06. Triadic Ballet (passengers In Turmoil Version)
07. Art + Technology (sound Of Science Remix)
08. Struktur (paul Alty Remix)
09. Les Trois Couleurs (machinespirit Remix)
10. The Manifesto (franck Kartell Remix)
11. Utopia (thomas More’s Vile Remix)

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