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14.12.2007
Disbehave EP
Hierzulande noch recht unbekannt sind die Londoner Mechanical Cabaret in England bereits m...

Mechanical Cabaret Damaged Goods

Roi Robertson bringt als One-Man-Show sein neuestes Vollwerk bei Major Records in Hamburg heraus und liefert – um der Wertung vorweg zu greifen – ein solides Werk ab wie man es vielleicht nicht erwartet hätte. Kenne ich Mechanical Cabaret eher als Dark-Synth-Wave Band, gibt’s auf ‚Damaged Goods’ viel direktere, positiveren energiegeladenen Electropop. Mehr Mesh als Soft Cell ist beim neuen Album herausgekommen. Und zwischendrin hört man auch mal einen Basslauf, der schwer in Richtung des klassischen EBM deutet.

‚Fucked up’, der erste Song des Albums vereint all diese Elemente, als wolle man ein Exempel statuieren, was den Hörer denn so in der nächsten Dreiviertelstunde erwarten würde. Eine catchy Melodie, ein clubgeladener Beat ein Break mit Ebb-Anleihen bei der Wiederaufnahme des Songs; clever gemacht. ‚My sex Life’ ist hingegen ein klassischer Synthpop-Song der sicherlich einen der besten Beiträge auf den Album darstellt. Die Leichtigkeit des elektronischen Untergrundes wir hier praktiziert und entführt in knapp fünf Minuten zeitgemäße Unterhaltung mit klarer Referenz in eine verspielte Vergangenheit mit Bands wie Red Flag oder eben die DM der Achtziger Jahre. Dass die Wahl der Single-Auskopplung auf ’GbH’ gefallen ist erscheint aufgrund der Schlagkraft des Songs nachvollziehbar, bzgl. Songaufbau und Harmoniefolgen sind ‚My Sex Life’ oder ‚Ne Plus Ultra’ oder eben ‚Fucked Up’ allerdings um Längen voraus. Überraschung auf ‚Damaged Goods’ ist die Crooner-Ballade ‚Only Ever Now’ mit ungestimmten Akkordeon und einer tod-tragischen Geschichte über Selbstmitleid, dem täglichen Kampf um den Sinn des Lebens in einer hoffnungslos aussehenden Situation und die Ersatzdrogen die einem in einer solchen Situation nur scheinbar weiterhelfen. Wenn man diese Story Einem bzgl. der Vocals abnimmt, dann ist das im Electro-Umfeld derzeit Herr Robertson! ‚Lost and Found’ kommt dann wieder zurück in Mesh-ähnliches Terrain, ist jedoch trotzdem eigenständig und ansprechend umgesetzt.

‚Damaged Goods’ weiß durch die Bank weg zu überzeugen und hat deshalb das Zeug diesen Jahr die Dauerrotation auf so manchem Player anzutreten um die Clubeinsätze der Songs passend zu unterstützen.

Facts:

Label:
Major

Mediatype:
0

Genre:
Pop / Wave / Minimal

Review-Datum:
10.04.2009

VÖ-Datum:
20.03.2009

Leserwertungen:
0

Bewertung:
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Leserwertung:
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Autor:
Ralf

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Ralf hat bereits 797 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 4,5 Sterne. 2009-04-10 0 4,2

Tracklist:

01. Pretty Fucked Up 04:29
02. My Sex Life
03. Tabloid Species
04. Careful, Careless
05. Gbh
06. Only Ever Now
07. Subtract
08. Lost & Found
09. Ne Plus Ultra
10. In Loving Memory

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