Leaf Made Into Itself

Wow, ein Release das nach dem besten von Tricky, Massive Attack, DJ Shadow und DJ Signify klingen soll. Auch noch nach den düsteren Sachen von Tricky und nach den besten Momenten des Mezzanine Albums von Massive Attack, nicht schlecht für die erste Veröffentlichung des Suspicious Records Labels, einem neuen Sublabel von Hive Records. Das dürfte soziemlich die CD sein, auf die ich gewartet habe, nachdem neue Sachen von Portishead auf sich warten lassen, Terranova eingefroren sind und die letzten beiden Massive Attack Veröffentlichungen(100th Window und der Danny the Dog Score) mich nur teilweise überzeugen konnten.

Ist aber leider nicht die CD auf die ich gewartet habe, wenn ich einschlafen will brauche ich keine CD dafür, Namedropping hin oder her, von den 15 Tracks sind locker 12 belangloses Gedudel, schön einförmig, mit ein paar klassischen Instrumenten drunter, abundan mal ein paar Spoken Words, dann weiblicher Gesang, der sehr an Portishead erinnert. Zwei Sterne für diese Ausgeburt der Langeweile und nochmal zwei Punkte Abzug für das dreiste Namedropping! Ok, wenn man mal versucht die CD nicht direkt mit der o.g. Prominenz zu vergleichen bleiben durchaus einige sehr interessante Ansätze über: nach dem eher belanglosesen Intro kommt 'light blue morning' erstmal mit NIN-artig kratzenden Violinen daher('Things Falling Apart' lässt grüßen) und geht dann in einen Song über der verdammt an Portishead erinnert, knarzige, trockene Beats, leicht melancholische Hintergrundmusik, allerdings kein Gesang. Coffee drinker allerdings hat mal einfach garnichts von coffeinhaltigem Gebräu und auch intelligent design kommt eher minimalistisch daher, vielleicht zu intelligent für mich, wer weiss? Prism hört sich an wie eine komische Mischung aus Walgesängen, Sephiroth und ein bisschen Triphop, lounge dealers, schleicht sich mit sehr nettem Gitarrengeklimper und fettem Bass in die Gehörgänge, die Gitarre(?) hört sich an wie 'Weapons of Mass Distortion' von Crystal Method auf Valium. Immerhin kommen die beiden besten Stücke noch, paperdress hat einen mörderischen Bass und muss sich wirklich nicht hinter Massive Attack oder DJ Shadow verstecken, bei aufgedrehter Anlage wummst es einfach prächtig triphopig aus den Boxen, während even holy things die auch gut auf dem aktuellen Stereo MC's Album zu finden sein könnte, recht souliger Gesang, langsamer, melancholischer Beat. Der Rest Der CD verdient leider keine Erwähnung taugt bestenfalls zum nebenher hören, ausser man will dem Sandmann die Arbeit abnehmen.

Wer nach TripHop Neuheiten lechzt sollte sich die erähnten Sachen evtl. mal anhören, alle anderen warten getrost auf die nächste Veröffentlichung, gute Ideen sind da, aber acht statt 15 Tracks, dafür nur halb so langweilig hätten es auch getan, da hilft auch kein Namedropping. Anspieltipps: light blue morning, paperdress, even holy things die

Facts:

Label:
Hive Records

Mediatype:
CD-Album

Genre:
Andere

Review-Datum:
19.10.2005

VÖ-Datum:
15.08.2005

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Autor:
Max

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Max hat bereits 19 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 3,5 Sterne. 2005-10-19 0 1,7

Tracklist:

01. Cut The Leash
02. Light Blue Morning
03. Coffee Drinker
04. Intelligent Design
05. Prism
06. Full Booklet
07. Nonsense Went
08. Lounge Dealers
09. Paperdress [new Version]
10. Passing By
11. Even Holy Things Die
12. Glitch Exercise
13. His Whole Life
14. Sevenhundredeightytwo Ways To Wake Up
15. Song Of Trees

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