Kiew Diskette

„Die ist eine DreamCastDiskette. Sie ist ausschließlich für den Gebrauch auf einem DreamCastgerät gedacht. Wenn Sie diese Diskette auf einem Hifi- oder anderem Audiogerät abspielen kann erheblicher Schaden an den Lautsprechern entstehen. Bitte stoppen Sie jetzt diese Diskette!“
Gut, dass ich mich von dieser Ankündigung nicht abschrecken lassen habe, denn sonst hätte ich 58 Minuten feinsten Industrial verpasst. Kiew knüpfen mit ihrer EP „Diskette“ da an, wo sie mit „Feierabend in Kiew“ angefangen und mit „Zimmer 72“ aufgehört haben. Brachiale Hardcorebeats verbunden mit eingängigen und düsteren Melodien, die Kiew bisher immer einen Clubhit beschert haben. Da wird „cddisk“ keine Ausnahme machen.

Vor etwa 4 Jahren sorgte das Trio um Andreas „Thedi“ Thedens, dem Meister des Wahnsinns, mit „Feierabend in Kiew“ für einen Clubhit, der von keiner Tanzfläche mehr wegzudenken ist. Noch heute sorgt „Feierabend“ für Tanzflächen voller stampfender Elektroanhänger. Nach „Feierabend“ versorgten uns Thedi und seine zwei wahnsinnigen Pfleger Matthias Kulcke und Stephan Thiemicke mit musikalischem Material aus ihrem Zimmer 72 in der Psychatrie. „Divergent“ war ein viel gelobtes Album. Nach zwei Jahren Therapie ist der Wahnsinn nicht vertrieben und Kiew versorgen uns mit weiterem Stoff aus ihrer Zelle.

Die EP „dcdisk“ hält vier verschiedene Versionen des Titelsongs bereit. Neben Soman und Tweakerray konnten auch Rotersand für eine eigene Interpretation gewonnen werden. Neben dem neuen Material befinden sich auch zahlreiche Remixe von altem Material auf der EP. So auch der fast 14-minütige Mondstaub Mix von „Staub“. Eine wohltuende Therapie für alle geplagten Ohren. Eine wahre Basswelle, die über einen einbricht. Und als besonderes Highlight haben Leather Strip den Song „Graograman“ therapiert. Medizin für jedes Elektro-Herz. Das der Heilungsprozess des Trios jedoch keineswegs abgeschlossen ist beweisen Sprachsamples wie im Song „Anstalt“. Wünschen wir uns aber weiterhin eine lange Heilungsphase des Trios, in der Hoffnung auf weitere kreative Ausbrüche dieser Art!

Facts:

Label:
Out Of Line

Mediatype:
EP

Genre:
Electronic / Industrial / Noise

Review-Datum:
14.12.2003

VÖ-Datum:
03.11.2003

Leserwertungen:
1

Bewertung:
Rating Image

Leserwertung:
Rating Image

Autor:
Susann

Bewerte diesen Tonträger:

Autor:

Susann hat bereits 119 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 4,5 Sterne. 2003-12-14 1 4,2

Tracklist:

01. Dcdisc (dd Version)
02. Dcdisk (soman Special Edit)
03. Graograman (leather Strip Remix)
04. Sojifu (cleaned)
05. Zentrifuge
06. Dcdisk (rotersand Vintage Rework)
07. Anstalt
08. Silence
09. Graograman (dj Rexx Arkana Vs Dracos Techtro Remix)
10. Dcdisk (damaged Remix By Tweakerray)
11. Staub (mondstaub Mix)

Facebook Like

Twitter

Twitter

(c) Medienkonverter Online - Alle Rechte vorbehalten Vervielfaeltigung nur mit Genehmigung.
Alle Angaben erfolgen ohne Gewaehr. Page Impressions diese Seite: 1.062 Statistiken
Impressum