• Image
25.10.2004
Vikings
Die aktuelleste Scheibe von Kaltenbach weist glücklicherweise eine enorme Steigerung der m...

Kaltenbach Zero Tolerance

Bei einem virtuellen Rundgang stieß ich auf das Berliner-Duo Kaltenbach, die sich dem EBM/Industrial verschrieben haben und auch unter anderem auf ihrer Internetseite keinen Hehl daraus machen, dass sie ‘Weiberelectro’ hassen. Hinter Kaltenbach steht Daniel Wolter (words, vox) und Jens Gerard (music, programming). Das Album, auf welches ich näher eingehen möchte ist von 2002, deshalb möchte ich auch gleich an dieser Stelle auf die MCD verweisen Vikings die aktueller ist und einen riesigen Sprung aufweist, die eventuelle Zweifel an der ‘Zero Tolerance’ beseitigen könnten.

‘Zero Tolerance’ ist der erste Silberling der beiden Berliner und ist grob gesagt ein typisches Industrial Album mit Ecken und Kanten. Rund 54 Minuten die Querbeet alles zeigen, was die Technik und die bis dato gesammelte Erfahrung so zu bieten hat. Schon beim Opener ‘2-0-0-2‘, wird dem Hörer klar gemacht, dass es sich bei ‘Zero Tolerance’ nicht um Alltagsmusik handelt, oder um einfache, verdauliche Unterhaltungsmusik. Das Gegenteil kommt auf einen zu und begleitet einen durchweg durch die noch ausstehenden 8 Songs. Rhythmische Tanzflächenfüller heitern das Kalte, Harte und Schroffe ein wenig auf und lenken teilweise auch von den zu verzerrten Vocals ab. ‘Schwester der Nacht’ ist zweifelsohne einer der herausragendsten Songs auf diesem Erstlingswerk. Das Gute an den Songs ist, dass sie keine feste Struktur haben und oft mehrmals die Takte und Melodien wechseln. Sorgt zum einen für Abwechslung und zum anderen macht es die Stücke interessanter, denn man weiß eigentlich nie so recht wie der Titel verläuft. Gerade ‘P.G.I.’ ist da ein Paradebeispiel für und weist zusätzlich noch einen grandiosen Bass auf der voll zur Geltung kommt. Kaltenbach beherrschen auch die ruhigeren Töne (Track 05), wenn auch da eine stechende Rauheit mit durchschimmert. Ansonsten fährt Kaltenbach eine ziemlich eindeutige Schiene und erinnert mich immer sehr an ‘Keller’ - warum auch immer.

Das Fazit bei diesem Album ist, dass es mit Sicherheit noch lange nicht das Potential der Band ausschöpft und da einiges mehr an Kreativität und Höhepunkten herauszuholen ist. Weitere Alben werden bestimmt folgen und vielleicht werden sie damit und dadurch wachsen.

Facts:

Label:
Eigenvertrieb

Mediatype:
CD-Album

Genre:
Electronic / Industrial / Noise

Review-Datum:
25.10.2004

VÖ-Datum:
25.10.2004

Leserwertungen:
1

Bewertung:
Rating Image

Leserwertung:
Rating Image

Autor:
Sandra

Bewerte diesen Tonträger:

Autor:

Sandra hat bereits 326 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 3,5 Sterne. 2004-10-25 1 3,3

Tracklist:

01. 2-0-0-2
02. Schwester Der Nacht
03. P.g.i.
04. Eternity
05. Time Is Right
06. Let The Battle Begin
07. Hate
08. The Truth
09. Vienna

Facebook Like

Twitter

Twitter

(c) Medienkonverter Online - Alle Rechte vorbehalten Vervielfaeltigung nur mit Genehmigung.
Alle Angaben erfolgen ohne Gewaehr. Page Impressions diese Seite: 727 Statistiken
Impressum