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28.04.2017
Gloomy Alice and Sinister Jack
Harter Stoff. Kaibun bringen ein ernstes Thema und Musik in Einklang

Kaibun Illogism

Kaibun ist ein belgisches Duo bestehend aus Laurent Delogne, auch bekannt als Le Moderniste, und Marie Hubart. Beide besitzen zwar musikalischen Background, allerdings unterschiedlichen und somit lässt sich vermuten, dass Illogism nicht so einfach kategorisiert werden kann, aber was ist das schon aus dem Hause Hands?

Das Debutalbum der beiden Künstler vereinigt also beiderlei Vorlieben, nämlich Techno, House, Electro, Minimal und Noise. Wieder einmal wird also, vereinfacht ausgedrückt, Techno und Industrial in einen Topf geworfen, umgerührt und ein Album daraus gemacht. Weit gefehlt! Wer so etwas denkt, wird bei Kaibun aber schnell eines Besseren belehrt. Zwar sind beide Elemente durchaus herauszuhören und so manche Paralelle kann gezogen werden, aber Kaibun gehen einen Schritt weiter, indem sie beide Zutaten nicht nur miteinander vermischen, sondern verschmelzen. Grundsätzlich besteht Kaibuns Musik aus Rhythmus, mal mehr, mal weniger, mal schnell, mal langsamer, aber immer mitreißend, nie belanglos. Es werden gekonnt und gezielt immer wieder kleine Höhepunkte in und auf die Musik gesetzt, die nicht nur für die nötige Abwechslung sorgen, sondern eben auch für die Eigenständigkeit, die Illogism so interessant macht. Bis auf zwei bis drei Ausnahmen, die es aber dafür umso mehr in sich haben und durchaus auch die Tanzflächen bedienen können, bewegen sich alle Songs meist im zwar treibenden, aber nicht zu aggressiven Verhältnis zwischen Tanzbeinschwingen und aufmerksam zuhören. Man hat hier ein Album, welches auch dazu einlädt, intensiver gehört zu werden, sich Zeit zu nehmen, denn dann können alle Details und Finessen herausgehört werden und wer seinen Fokus auf eben diese lenkt, wird mit einem noch angenehmeren Hörerlebnis belohnt und bekommt somit den Bonus zu Hören, den Kaibun mit in ihr Album gepackt haben.

Ein mehr als gelungenes Debut, denn Kaibun bietet so ziemlich alles, was bei dieser Art von elektronischer Musik erwartet wird , vergisst aber auch nicht, das gewisse Etwas hinzuzufügen.

Facts:

Label:
Hands

Mediatype:
CD

Genre:
Electronic / Industrial / Noise

Review-Datum:
13.05.2013

VÖ-Datum:
06.05.2013

Leserwertungen:
8

Bewertung:
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Leserwertung:
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Autor:
Andy

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Andy hat bereits 124 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 4,5 Sterne.Das Fazit von Andy zu diesem Review lautet: Elektronische Mischung mit dem gewissen Etwas 2013-05-13 8 3,3

Tracklist:

01. 101 Reasons For Accepting The Binary Monster
02. Brazen Loop
03. Dragging Out The Drugs
04. Lollipop
05. Gotta Get Into Hard Clipping
06. Who Killed The Taketoomuch Man
07. Wave Is Toying With Us
08. The Evolution Of Operators Manual
09. This Is Peyotl
10. Experiencing Illogism
11. Smiling Sucks
12. Late Night Sex
13. I Have Heard A Lot About Stress
14. Reinventing Addiction
15. Misuse Ain't Nothing
16. Lessons In Sniffing

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