• Image
19.07.2005
Island
Auch nach mehrmaligem Hören von "Island" durchfuhr mich immer sofort eine Assoziation bzw....

Jo Gabriel Fools And Orphans

Bei dem Bild einer Frau am Piano gehen einem schlagartig einige Assoziationen durch den Kopf, die von Kate Bush bis Tori Amos reichen. Tatsächlich muss sich die aus New York stammende und nun im mittleren Westen lebende Jo Gabriel als klavierspielende Sängerin dieses Vergleichen stellen. Aber sie scheut diese Gegenüberstellungen nicht, sondern empfindet es sogar als Ehre, mit Kate Bush verglichen zu werden. Wie schon bei ihrem ersten so ist auch auf ihrem neuen Album "Fools And Orphans" die rein subjektive Nähe zu Tori Amos verblüffend, allein durch das Klavierspiel und den hohen Gesang. Doch Jo Gabriel diversifiziert sich durch eine Reihe ganz eigener Besonderheiten, die ihre Musik sehr speziell machen.

Nachdem Jo Gabriel "Fools And Orphans" erst unter eigener Regie auf ihrem eigenen Label Ephemera herausgab, hat nun Kalinkaland erneut die Ehre, auch ihr zweites Album zu veröffentlichen. Die Reihenfolge der Songs unterscheidet sich von Ephemera zu Kalinkaland, weil letzteres durch die andere Songreihenfolge (vermutlich) genau jene Besonderheiten gezielt hervorheben will. "Fools And Orphans" wechselt zwischen verträumter, melancholischer Klaviermusik und signifikanteren Songs, die sich durch kleine aber feine und eben spezielle Merkmale auszeichnen, sei es einfach nur durch das Duett mit Jeffrey Ladd (von Life With The Lions) oder durch den verstärkten aber leicht schrägen Einsatz von Matt Turners Cellospiel. Grandios ist das Arrangement von aufwallendem Piano und einer Trompete in "Fable Honey", genau so wie die fest angeschlagenen Töne bei "Poison In The Well", die an Glockenläuten erinnern. Zwei herausragende Songs auf einem ohnehin schon guten Album.

Jo Gabriels teils sehr hohe Stimme ist natürlich genauso wie ihre Musik speziell, andererseits sind Song wie "Bulldozer" einfach brillant, wenn Jo Gabriel zu den weinenden Tönen der Trompete "why should I love you" singt. Ohne die hohe Stimme hätte dieser Song überhaupt nicht diese Wirkung. "Fools And Orphans" klingt eigentlich nach Herbst. Aber schließlich kann man in jeder Jahreszeit träumen.

Facts:

Label:
Kalinkaland

Mediatype:
CD-Album

Genre:
Gothic / Medieval / Darkwave

Review-Datum:
27.03.2009

VÖ-Datum:
13.03.2009

Leserwertungen:
0

Bewertung:
Rating Image

Leserwertung:
Rating Image

Autor:
Veit

Bewerte diesen Tonträger:

Autor:

Veit hat bereits 944 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 4,5 Sterne. 2009-03-27 0 3,3

Tracklist:


01. Of Love And Ether
02. Firefly
03. The Habits Of Shadows
04. Heavy
05. Vacant Little Stare
06. Cellophane
07. How The Devil Falls In Love
08. Fable Honey
09. Poison In The Well
10. Bulldozer
11. I Shudder For The Clouds Have Tempted Madness

Facebook Like

Twitter

Twitter

(c) Medienkonverter Online - Alle Rechte vorbehalten Vervielfaeltigung nur mit Genehmigung.
Alle Angaben erfolgen ohne Gewaehr. Page Impressions diese Seite: 1.184 Statistiken
Impressum