Incursed Elderslied

Vor etwas weniger als einem Jahrzehnt noch, waren heidnische Klänge in der Zunft des Schwermetalls hochangesagt. Die Folgen waren absehbar: Neben den zeitlosen Perlen verbreiteten sich rasch etliche „Pagan-Metal“ Bands wie Schimmel an einer feuchten Wohnungswand. Fragwürdige Qualität und mangelnde Authentizität inbegriffen. Wie jeder Trend hatte auch dieser dadurch sein jähes Ende sodass sich in Folge die „Szene“ mehr und mehr in ein kreatives Mittelmaß zurückschrumpfte.
In dieses entstandene Vakuum schlagen fünf spanische junge Herren eine dicke Kerbe in den sprichwörtlichen Eichenschild. Vorausgegangen ist dem Album bereits eine solide EP namens „Beer Bloodbath“, die schon Lust auf einen weiteren Silberteller machte.

Mit Elderslied liefert der iberische Trupp folglich sein mit satten 13 Liedern bestücktes Debutalbum ab. Schon das stimmungsgeladene Intro vermittelt eine überzeugende Atmosphäre, die zum Glück weit über den obligatorischen Mettrinker-Pathos hinausreicht.
Gleich danach gehen die Spanier mit „Heart of Yggdrasil“ in Sachen Melodik und Trommelfeuer gleich in die Vollen um den Song anschließend angemessen ausklingen zu lassen.
Der Gesang wechselt von klaren Tönen wie auch zu gutturalen Klängen bis hin zu Chorgesängen. Letztere kommen gerade beim Anspieltipp „Raging Wyverns“ besonders gut zur Geltung, der hinsichtlich Vielfalt und gelungen kreativer Abwechslung ein wahres Meisterstück auf dieser Platte darstellt. Besonders positiv fiel der dezente Einsatz der Akustikgitarre ins Gewicht. Auch eine Violine sorgt für Würze. Zudem werden eifrige Anhänger der Filmreihe beim Ausklingen der Platte schmunzeln: Das letzte Stück beinhaltet noch als kleines „Zuckerle“ die akustische Version des „Game of Thrones“ Titellieds.

Über den Hörer ergießt sich ein gehaltvolles Klanggewitter bestehend aus stimmiger Melodik, einem Füllhorn an Abwechslungsreichtum und eine gehörige Portion südeuropäischen Herzbluts. Man merkt den Jungs schlichtweg Ihre ungezwungene Leidenschaft gegenüber Ihrer Musik an. Und darauf kommt es schließlich an!

Facts:

Label:
Eigenvertrieb

Mediatype:
CD-Album

Genre:
Rock / Metal / Punk

Review-Datum:
04.04.2015

VÖ-Datum:
22.12.2014

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Autor:
Alex

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Alex hat bereits 39 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 4 Sterne.Das Fazit von Alex zu diesem Review lautet: Ein gehaltvolles Klanggewitter. 2015-04-04 0 5

Tracklist:

01. Song Of The Ancient
02. Heart Of Yggdrasil
03. Raging Wyverns
04. The Wild Hunt
05. Beer Bloodbath
06. Tidal Waves
07. Jötnar
08. A Fateful Glare
09. Lady Frost
10. The Undying Flame
11. Suaren Lurraldea
12. One Among A Million
13. Promise Of Hope

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