Hysteresis Manifest

Hysteresis veröffentlichen mit Manifest ihr zweites Album beim Hands-Label und die Belgier lassen auch auch damit wieder ordentlich krachen.

Viele Einflüsse haben ihren Weg auf dieses Album gefunden und jeder einzelne Track besticht durch Vielfältigkeit. Breakbeat, Synthieflächen, Bassgewitter, Beat-Eskapaden, Ravebässe, die direkt aus den 1990ern zu kommen scheinen, Dubstepgewummer, Industrialbeats, Midtempo-Rhythmen, eingewobene Sprachsamples und noch ganz viel mehr wird hier auf den Hörer losgelassen. Auf Manifest ist also wirklich fast alles zu finden, was in der elektronischen Musik im Allgemeinen zuhause ist und demnach ist auch für ordentlich Abwechslung gesorgt. Allerdings nicht nur auf das komplette Album gesehen, sondern auch innerhalb der einzelnen Tracks werden gerne mal Stil, Tempo und Rhythmus gewechselt. Dies geschieht manchmal langsam und schleichend, so dass man es fast gar nicht bemerkt und manchmal auch so abrupt, dass man meint, es hätte bereits ein anderer Track angefangen. Ab und zu bringt so ein krasser Wechsel einen gewissen Überraschungseffekt, auf Dauer wirkt es aber doch stark konstruiert. Das ist ziemlich schade, denn ordentlich Wumms hat das ganze und potentielle Tanzflächenfüller und Clubkracher sind auch zu finden. Es ist einfach schwierig eine durchgängige Linie in den einzelnen Tracks zu finden. Obwohl unvorhersehbare Wendungen, Breaks und somit wirkliche Überraschungselemente der vorhersehbaren und auf Eingängigkeit und somit viel zu oft auch Eintönigkeit gebürsteten Musik durchaus der Verzug zu gewähren ist, aber das Konzept funktioniert in diesem Falle halt nicht immer. Der berühmte Satz, dass die Qualität und nicht die Quantität zählt, passt bei diesem Album auch nicht, denn die Qualität ist gewohnt auf hohem Niveau.

Ich wehre mich gegen die Standard-Empfehlung, dass dieses Album für Fans ein Muss ist und alle anderen vor dem Kauf rein hören sollten, denn Manifest ist durchaus empfehlenswert, aber die sowohl positive als auch negative Nicht-Eingängigkeit sollte berücksichtigt werden.

Facts:

Label:
Hands

Mediatype:
CD-Album

Genre:
Electronic / Industrial / Noise

Review-Datum:
23.11.2012

VÖ-Datum:
12.10.2012

Leserwertungen:
5

Bewertung:
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Autor:
Andy

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Andy hat bereits 129 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 4,5 Sterne.Das Fazit von Andy zu diesem Review lautet: Ein Manifest der elektronischen Musik mit einigen Überraschungen und Abwechslungen. 2012-11-23 5 3,3

Tracklist:

01. We Do Not Forget
02. Sektarism
03. What Needs To Be Done
04. Echt
05. Glorious Food
06. Nothing
07. Springtime Phatty
08. Sleazy Trailers
09. Braindamage
10. Manifest
11. Regular Pattern
12. No Focus

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