H.e.e.l. Light in the hell

Das osteuropäische Format H.e.e.l. macht es einem alles andere als leicht, sich mit ihm auseinander zusetzen. Wer gehört eigentlich zu diesem Projekt, welche Rolle spielt Depressive Disorder und ganz wichtig: elektronische Musik schön und gut, aber welches Genre bedient denn H.e.e.l. eigentlich? Mal der Reihe nach. Das Vorreiter-Projekt Depressiv Disorder wurde vor drei Jahren von Patrik Lev gegründet, der einige Zeit später H.e.e.l. ins Leben rief. Für den Abkömmling konnte er zusätzlich Tom Galle und Martin Pavlík gewinnen. Gemeinsam entstanden ist das audio-visuelle Debut "Light in the hell", das ganz besonders die Ambient-Fans anspricht. Nachdem das nun geklärt ist, hier nun zum wesentlichen. Nämlich zum Endprodukt.

Bei H.e.e.l. kann man sich getrost auf den Begriff Dark Ambient festlegen, ohne zu unter- oder übertreiben. Als Hörer erwartet man demzufolge eine dunkle Atmosphäre, räumliche Effekte und Geräusche. Und genau das bietet "Light in the hell" auch. 9 Titel, die man ohne Störrungen, ohne Überladung, ganz ohne belangloses Beiwerk laufen lassen kann. Saubere Übergänge und eine gut ausgewählte, systematische Trackfolge. Wie es scheint, wurde bei dieser Produktion (leider) rein gar nichts dem Zufall überlassen. Langsam und ruhig gehen die Tracks vorüber, bis sich mittig (Plague, Nerve, Collapse) dann auch etwas melodieartiges und rhythmisches zu erkennen gibt und die absolute Stille hinter sich lässt. Als Höhepunkt dieser CD sollte dem einen oder anderen vielleicht der Titel "H.e.e.l." auffallen, welcher zwar noch immer nicht aus dem Rahmen fällt, dennoch aber mit seinen über 7 Minuten Laufzeit, das Gehörte solide zusammenfasst und abrundet.

Bleibt mir nur zu sagen, dass das Album, es ist immerhin ein Erstlingswerk, zu einer guten Basis geworden ist auf der es dem Trio möglich sein sollte aufzubauen. Von einem Blind-Kauf rate ich allerdings ab. Ich schätze Ambient-Fans werden "Light in the hell" zu bewerten wissen. Interessierte finden auf www.monopolrecords.cz Beispiele zum reinhören und die visuelle Unterstützung.

Facts:

Label:
Monopolrecords

Mediatype:
CD-Album

Genre:
Ambient / Classical / Folk

Review-Datum:
22.10.2005

VÖ-Datum:
25.07.2005

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Autor:
Sandra

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Sandra hat bereits 326 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 3,5 Sterne. 2005-10-22 0 2,5

Tracklist:

01. Convulsion
02. Alien
03. Virus
04. Plague
05. Nerve
06. Collapse
07. Transmission
08. Scream
09. H.e.e.l.

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