Guilt Trip Feed The Fire

Eine schwedische Band die nach Kanada klingt, hatten wir das schonmal ? Ja, ich glaube Necro Facility wäre ein Beispiel. Guilt Trip wurden vom relativ jungen Label Complete Control Productions unter Vertrag genommen und präsentieren hier hier Debut, welches vollgestopft ist mit cyberfreiem Electro, EBM - und Industrial Sounds. So soll "Feed The Fire" ganz klar Liebhaber von oldschool Sound ansprechen, denn der Gehalt an Trance, Rave, Hellectro oder Futurepop kann mit fast gleich Null angegeben werden.

Die Schweden haben einen interesanten Sound gefunden, der heute nicht mehr ganz so oft anzutreffen ist. Das Rad neu erfinden tun sie aber nicht, eher heisst es hier besser gut kopiert, als schlecht selbst erfunden. Die Synths klingen relativ analog und altmodisch, auch die Drums sind in diesem Stil programmiert. Dazu gibt es auch Klampfensound, ob der nun echt ist oder gesamplet, bleibt offen. Aber bei diesen klampfigen Liedern kommen einem durchaus auch mal ältere Nine Inch Nails oder 16 Volt in den Sinn. Ansonsten aber eher Skinny Puppy, X-Marks The Pedwalk und Frontline Assembly. Wobei es im Gegensatz zu genannten Bands keine wirklichen Hits auf der Scheibe gibt und auch für die Tanzfläche denke ich eher wenig. Gesangsmäßig keine Überaschung (nun, hört euch Skinny Puppy Songs der Mittelphase an und ihr wisst Bescheid wie es ungefähr klingt), aber auch hier fehlt das letzte Quentchen um auf den Level der Vorbilder zu kommen. Würde aber sagen, insgesamt haben wir es hier mit einem recht erstaunlichem Werk zu tun, das halt nur
an gewissen Details krankt.

Fans der genannten Bands sollten, nein müssen, reinhören. Allerdings darf man keine Knaller ala Assimilate, Worlock, Mindphaser, I See You etc. erwarten. Wenn diese Jungs aber das nächste Mal noch ne Schippe drauflegen und auch versuchen mal was zu schreiben, was etwas mehr im Ohr hängenbleibt, könnte das wirklich klasse werden.

Facts:

Label:
Complete Control Productions

Mediatype:
CD

Genre:
Electronic / Industrial / Noise

Review-Datum:
17.05.2012

VÖ-Datum:
02.04.2012

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1

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Autor:
Frank W.

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Frank W. hat bereits 235 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 4 Sterne.Das Fazit von Frank W. zu diesem Review lautet: Cooler oldschool Electro, leider ohne echte Hits. 2012-05-17 1 3,3

Tracklist:

01 - Headplate
02 - Breathe
03 - Inanimate
04 - Eternal Return
05 - Unite
06 - Once A Week Twice A Day
07 - Reset
08 - Life Spit Love
09 - Fragments
10 - Crack Up
11 - Braptism
12 - The Bright Side Of Lies

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