God Module False Face

Aus dem Land der unbegrenzten Anhörmöglichkeiten kamen in den letzten Wochen dermaßen viele Meldungen, dass das halbe Volk sagt "Mir egal, soll'n'se halt machen" und sich unsere Kanzlerin der Herzen wünscht, die "kleinen politischen Probleme" (so nannte sie die Grundrechtsverletzungen gerade) vergessen zu können um zum Tagesgeschäft überzugehen. Es darf also wieder das schönste 'False face' in die Kamera gehalten werden, man lächelt und redet alles klein. Doch nicht mit mir - ich starte meinen eigenen Lauschangriff auf die USA und beginne ganz oben: Bei God.... Module.

Nachdem sich die 2011er 'Seance' als übernatürlicher aber unterdurchschnittlicher Quatsch erwies, wurden die Kritiken aus den Gazetten durch die NSA ausgewertet und Jasyn Bangert wurde ein Kurswechsel empfohlen. Dass das Projekt selbst bestehen bleiben soll bestimmten die Fans durch Finanzierung des neuen Albums mittels Fundraising und glücklicherweise hörte man noch einmal die alten Glanztaten ab, bevor man mit dem neuen Material ins Studio ging. Soviel ist sicher: God Module mit ‚False face‘ ein Album herausgebracht, das nicht per Auslieferungsabkommen aus meinem CD Schrank verschwinden wird.

Das Album bietet ein wenig Mut zu nicht konformen Melodieverläufen ("A good day to die"). Man zeigt, wie man aus einem Standartklopfer wie „Black and blue“ beschwingte und peppige Emotionen herauspresst. God Module klingen auch wieder wie God Module, wenn dem Bass z.B. bei „Nothing but mine“ oder „Destroy the day“ noch etwas Stimmung an die Seite gestellt wird oder wenn ein klein wenig Hysterie im Refrain mitschunkelt („Hating how we love“). Mein Favorit findet sich aber deutlich am Ende der 48 Minuten, wenn bei „The mark“ maschinelle Monotonie auf melancholisch leise Keyboards stoßen.

„Ich werde weitere Produkte der Amerikaner wohl von nun an mit der Kneifzange vorsichtig anheben und von allen Seiten beäugen, bevor ich den Geldbeutel zücke.“ So verblieb ich 2011 wütend (auf mich und meinen Blindkauf) und enttäuscht (von God Module und 'Seance'). Ich habe nun die Kneifzange geschwungen, von allen Seiten nachgeschaut und kann attestieren: dieses Erzeugnis aus dem meisten Land der Welt ist sehr viel mehr wert als die Versprechen der Politiker, dass der Abhörskandal erledigt sei. Greift also zu, wenn es in einem Monat erscheint!

Facts:

Label:
Metropolis

Mediatype:
CD

Genre:
Electronic / Industrial / Noise

Review-Datum:
10.02.2014

VÖ-Datum:
14.03.2014

Leserwertungen:
2

Bewertung:
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Autor:
Horrschd

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Horrschd hat bereits 627 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 3,5 Sterne.Das Fazit von Horrschd zu diesem Review lautet: Auf Regen folgt Sonnenschein und auf ein mieses God Module Album folgt 'False Face' 2014-02-10 2 3,3

Tracklist:

01. A Good Night To Die
02. Black And Blue
03. Nothing But Mine
04. False Face
05. Hating How We Love
06. Through The Noise
07. Destroy The Day
08. Faith Is Fragile
09. Sky Shut Down
10. The Mark

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