Flesh & Fell Flesh & Fell

Wenn man Werbung und Reaktionen von Fans auf das Auftauchen von Flesh & Fell von außen betrachtet könnte man meinen, das vorliegende Album ist etwas ganz Besonderes. Und außen stehe ich wirklich, war ich doch bei den beiden Veröffentlichungen der belgischen Band circa fünf Jahre alt und auch im Nachhinein fiel mir der Bandname trotz starker Beschäftigung mit dieser Zeit und diesem Stil nie als relevant auf. Also präsentiere ich ganz unvoreingenommen und neutral das offizielle Albumdebut einer Band, die sich eben nach der Veröffentlichung von 2 Ep's und damit 4 Liedern nur 27 Jahre Zeit ließen, um ein ganzes Album fertigzustellen.

Nach dem Vergleich mit dem alten Material kann man denjenigen, die die Band kennen berichten, daß Flesh & Fell den damals produzierten Sound aufgegriffen haben: Cold Wave, spröde und zum Teil auf cool gemacht und deutlich 80'er. Das ist schonmal erfreulich und die ersten drei Stücke gehen auch gut rein. Doch hat man damit bereits die Höhepunkte durchlaufen und Flesh & Fell liefern ab diesem Zeitpunkt einfach (nur) eine solide Arbeit ab, wirklich Herz und Seele fehlen dem Werk aber. Problematisch sind in meinen Ohren vor allem eine zu unaufgeregte Melodieführung, die an keiner Stelle mitreißt, und die doch recht schablonenartigen Texte.

Eine nette Cd, gut zu hören aber wenig spannend. Für die Tanzfläche würde mir der Pep fehlen, für jahrelanges Hörvergnügen gute Texte und besondere Melodien. So ist Flesh & Fell eine solide Neuerscheinung in Sachen Retro Cold Wave und wird sicherlich bei vielen gut ankommen. Nur ob dann nicht der Bonus 'was Besonderes weil mal im Underground ein Geheimtip' eine wichtige Rolle fürs Gefallen spielt... ich wäre mir sicher.

Facts:

Label:
Out Of Line

Mediatype:
CD

Genre:
Pop / Wave / Minimal

Review-Datum:
20.10.2013

VÖ-Datum:
13.10.2013

Leserwertungen:
2

Bewertung:
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Autor:
Horrschd

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Horrschd hat bereits 636 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 3,5 Sterne.Das Fazit von Horrschd zu diesem Review lautet: Nettes Comeback & Debut nach 27 Jahren Stille. 2013-10-20 2 2,5

Tracklist:

01. Hunger
02. The Devil In Me
03. Love Machine
04. Suicide Hero
05. Suspicious
06. Abracadabra E-rotica
07. Something In Between
08. The Wind
09. Tipsy
10. Tongue-tied
11. Emma (eighties Release)
12. Hunger (eighties Release)
13. The Wind (eighties Release)

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