Fairytale Abuse Perversions of Angel VI

Hey feine Sache: Eine Black-Deathmetal Scheibe ohne düsteres, langweiliges Intro! Hier geht’s direkt los mit Geprügel – so muss das sein *g*. Die Historie des Fünferpacks aus Dänemark begann bereits 1996 mit frühen Demo Aufnahmen, aber „Perversions Of Angel VI“ ist erst der zweite Langspieler. Der Vorgänger hies „The Spirit Tower“, welcher mir allerdings unbekannt ist. Auch positiv zu erwähnen ist das Erscheinungsbild der Band, außer dem Sänger der dezent geschminkt ist, präsentiert man sich nicht im Pandabärenlook. Ernste, teils grimmig blickende Metalheads schauen mir entgegen.

Auch hier erkennt man direkt am ersten Lied, dass die Band ihr Handwerk versteht, die Mucke welche hier geboten wird, ist ordentlich produziert. Gitarren, Bass – und Drums: Da gibt es nichts zu meckern, aber andererseits wird auch nicht unbedingt etwas geboten, wovor man in Ehrfurcht erstarren müsste. Wie sieht es mit dem Gesang aus? Dieser ist eine Mischung aus Deathmetal Growls und heiserem Blackmetal Geschreie. Nicht so nervig wie zB. bei Cradle Of Filth, d.h. auch Dani Hasser können hier getrost ein Ohr riskieren. Ich denke aber, dass schon Bands wie Dimmu Borgir oder genannte Vampirmetaller als vergleichbar genannt werden könnten. Darauf weisen auch die verwendeten Keyboards hin, die aber bei weitem nicht so sehr im Vordergrund stehen und auch besser klingen als bei vielen anderen Bands dieser Richtung. Man kann also sagen, dass hier durchaus einige der Fettnäpfchen gekonnt vermieden wurden, in die man als Band dieses Umfelds treten könnte! Mein ehrliches Kompliment ist den Dänen sicher! Das Songmaterial kann großteils überzeugen, zumeist flotte Stücke, die aber durch Breaks, Akustikparts und halt dem Keyboard aufgelockert werden. Dieses der Marke Korg (d.h. also kein billiges Yamaha oder Casio Teil) wird live anscheinend von einer netten Dame bedient. Nicht schlecht, Herr Specht, die Band kann ruhig mal in meiner Gegend touren :)

Zwar kommen Fairytale Abuse nicht an wirkliche Größen wie Immortal, Marduk oder Secrets Of The Moon ran, aber besser als Dimmu Borgir oder Cradle Of Filth ist es allemal ! Einziges Problem (wie bei vielen Scheiben in letzter Zeit) ist, dass es auf Albumlänge alles etwas gleichförmig klingt und ein paar wirklich markante Riffs fehlen. Nunja, da es doch eher in Blackmetal Richtung geht, noch zu verzeihen. Insgesamt sehr ancheckenswert für Dunkelmetaller. Ja, eine knappe 5 ist hier drin, besonders wegen anfangs genannten Punkten. Immerhin hätte die Band sich auch als Pandas verkleiden und ihre Songs mit schwülstigen Keys zukleistern können. Dafür dass die Jungs diesen Trend nicht mitmachen, habe ich einen halben Punkt Bonus vergeben.

Facts:

Label:
Massacre Records

Mediatype:
CD

Genre:
Rock / Metal / Punk

Review-Datum:
31.05.2008

VÖ-Datum:
30.05.2008

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Bewertung:
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Autor:
Frank W.

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Frank W. hat bereits 235 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 4 Sterne. 2008-05-31 0 4,2

Tracklist:

01. When One Bleeds
02. The Interdiction Of Obscurity
03. Fall Of The Icon
04. Vivid The Blood Ill-natured
05. A Phenomenons Rage - The Burden
06. Troparion For The White Plague
07. Lust Murder Theatre
08. At The Gate Of Thorns
09. Curse Of The Black Opus
10. Powers And Signs Of Lying Wonders
11. Our Glorious Revivificat

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