Elandor Dark Asylum

Mit ihrem bereits dritten Album "Dark Asylum" kommen mir die 3 Rüsselsheimer von Elandor zum ersten Mal unter die Ohren und nun gilt es wohl nachzuholen, was ich vermeintlich bisher verpasst habe. Weiterlesen dürfen alle Freunde des klassischen Gothic Metals der 90er und Bands wie ASP, Him oder Konsorten.

Knapper kann man eine Einleitung kaum halten und knapp werde ich mich auch bei der Beschreibung des gesamten Albums auslassen, denn das eben bereits erwähnte Adjektiv "klassisch" lässt sich auf fast jedes Element derMusik von Elandor übertragen. Zu hören gibt es Gothic Metal – die Gitarren schrapsen relativ mächtig vor sich hin (wenn auch leider sehr unbesonders) und es gibt auch das ein oder andere E-Gitarren Solo zu hören. Und was gehört zu klassischen Gothic Metal ? Richtig – eine breite Keyboardwand, die mehr leitet als begleitet. Und das so mächtig, dass Gitarren, Bass und Schlagzeug oft zu farb- und gesichtslosem Beiwerk verkommen. Aber wenn es so gewollt ist, dann geht das schon in Ordnung. Ganz wichtig für ein solches "normales" Fundament ist die Frage, ob der Gesang die Band Richtung Nachhaltigkeit tragen kann. Und hier können Elandor in weiten Teilen punkten, denn Sänger Markus Kühnel singt kraftvoll, abwechslungsreich und meistens gut (wenn man von einigen Quertönen in extremeren Lagen und einem wenig vollen Klangkörper absieht).

Und nun der Knackpunkt: Melodisch und lyrisch sind Elandor auch wieder "nur" klassisch. Zu jedem Zeitpunkt schallt es nett aus den Boxen, zu jedem Zeitpunkt finden sich in den englischen Texten die typischen Floskeln und Standartinhalte, zu keinem Zeitpunkt haut das Album um und zum Zeitpunkt, da man das Ende der CD erreicht hat, wird man Schwierigkeiten haben, sich an einzelne Lieder zu erinnern oder sie voneinander oder von anderen Bands aus dem Sektor zu unterscheiden. Einzig das deutsch vorgetragene "Schönheit" kickt ein wenig mehr – Englisch versteht zwar eine größere Masse, mit der eigenen Sprache kann man aber einfach besser spielen.

Gerne mehr deutsche Texte, gerne etwas Standart rausnehmen, die Lieder abwechslungsreicher gestalten, auch mal den Schwülst für ein par Minuten rausnehmen um mehr Akzente zu setzen und dann kann bei Album 4 was rumkommen. Bis dahin nur für Fans der Band wirklich empfehlenswert, für alle anderen wenig notwendige Kost.

Facts:

Label:
Echozone

Mediatype:
CD

Genre:
Rock / Metal / Punk

Review-Datum:
03.07.2012

VÖ-Datum:
04.05.2012

Leserwertungen:
3

Bewertung:
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Autor:
Horrschd

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Horrschd hat bereits 622 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 3,5 Sterne.Das Fazit von Horrschd zu diesem Review lautet: Klassisches Goth Metal Album mit allen Pros und Contras - solide. 2012-07-03 3 2,5

Tracklist:

01. Intro
02. Orphan
03. Where Are You
04. Madness Returns
05. Goodbye
06. Dark Asylum
07. Butterfly
08. Heart Of Darkness
09. Schönheit
10. The Torment
11. Violet
12. Buried Alive
13. Last Escape

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