Detroit Diesel Coup D Etat

Das Albumcover wirkt spannend und interessant, der Titel des Albums "Staatsstreich" vielleicht richtungsweisend. Das Booklet gibt zwei militärisch gekleidete Personen preis. Deadbilly, der Mann, der Detroit Diesel 2006 ins Leben gerufen hat und Greta Grey, die Frau, die sich für das Texteschreiben und das Singen im Hintergrund verantwortlich gibt. Ein bisschen erinnert die optische Aufmachung auch an die amerikanische Serie The Walking Dead, nur ohne die mutierten Wesen. Unterstützung für ihr drittes Album haben die Kanadier übrigens mit Kolja Trelle (Soman) bekommen − der alles andere als ein Unbekannter ist. Die Zusammenarbeit hat sich hörbar gelohnt. Denn Coup D'Ḗtat wirkt nicht nur optisch anziehend, die Titel auf der CD sprechen klar für sich selbst und schlagen, um beim militärischen Thema zu bleiben, ein, wie kleine Bomben.

Ohne Intro und auf das Kommende einstimmende Geklimpere fällt der erste Titel "Crash And Burn" mit mächtigem Soundgebilde ein und bietet eine immer breiter werdende Fläche mit wuchtigen Beats und hoch und runter jagenden Synths. Ein eingängiger Einschlag mit hohem Suchtpotenzial, das mit den nachfolgenden Titeln "Let's Pretend", "Dance Of The Dead", "Black Flag", "Speak No Evil" und "Under Fire" kurzzeitig befriedigt und dann sogar noch gesteigert wird. Detroit Diesel setzen auf Tanzbarkeit durch technoide und dancelastige Elemente, Abwechslung durch Soundvariationen innerhalb eines Titels und aggressive Stimmungen durch verzerrte Vocals, passende Samples und ein großes Noise-Arsenal.

Auch wenn nicht alle Titel den gleichen Hitfaktor haben, so haben sie doch eine einwandfreie Produktion gemeinsam und fügen sich zu einem stimmungsvollen und überzeugenden Gesamtwerk mit hoher Kopfkinogarantie zusammen. Coup D'Ḗtat kann in einem Moment an einen alten Maschinenraum erinnern, in dem es zischt, dampft und kracht und im nächsten Moment an einen brachialen, unkontrollierbaren und verheerenden Sturm, der über Nacht Chaos und Verwüstung anrichtet. Und das ist nur ein Bruchteil der Stimmungen, an die die Musik während des Hörens denken lässt. Dieses Album bietet Clubfutter auf hohem Niveau und ist ein ungemein gutes Album, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Facts:

Label:
Infacted Recordings

Mediatype:
CD-Album

Genre:
Electronic / Industrial / Noise

Review-Datum:
27.07.2012

VÖ-Datum:
30.03.2012

Leserwertungen:
7

Bewertung:
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Autor:
Sandra

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Sandra hat bereits 326 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 3,5 Sterne.Das Fazit von Sandra zu diesem Review lautet: Das kanadische Duo präsentiert Clubfutter auf hohem Niveau. 2012-07-27 7 4,2

Tracklist:

01. Crash And Burn
02. Let's Pretend
03. Just Like Falling
04. Dance Of The Dead (feat. Scott From Ivardensphere)
05. Black Flag
06. Never Looking Back
07. Speak No Evil
08. Isolation
09. Under Fire
10. The Playground (feat. Dräcos From Fgfc820)
11. War Never Changes
12. Crash And Burn (cygnosic Remix)
13. Black Flag (the New Black Remix By Surgyn)
14. Just Like Falling (vprojekt Version)

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