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26.07.2004
The Intimate Stranger
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Curious Arrhythmia

„Arrhythmia“ ist eigentlich ein seltsamer Name für ein Album. Befragt man unser aller Lieblings-Lexikon Wikipedia, stößt man schnell auf Arrhythmie (engl. Arrhythmia) als medizinischen Begriff für Herzrhythmusstörungen. Aha - vielleicht versucht die Bielefelder Formation Curious also, die Herzen der alten The Cure Anhänger höher schlagen zu lassen, denn was einst als Coverband der alten Wave-Helden begann, entwickelte sich weiter und veröffentlichte nun auf dem Label Sonorium seinen zweiten Longplayer mit selbstgeschriebenem Material.

Dennoch wird man bei allen Songs auf Schritt und Tritt von Robert Smith & Co. verfolgt. Insbesondere „Days“ und „To Ashes Dawn“ könnten direkt aus der Werkstatt der englischen Vorbilder stammen und bescheren den älteren Fans unter uns sicherlich ein paar hübsche Erinnerungsmomente. Doch leider bleibt's bei diesen wenigen Augenblicken, denn über die gesamten knapp 47 Minuten kann die CD nicht überzeugen. Viele Titel wirken strukturlos oder einfach uninspiriert, als traue man sich nicht, den einmal eingeschlagenen Pfad zu verlassen. Zwar wird dieser in gewisser Weise durch Sänger Oliver's Stimmlage immer wieder zu The Cure führen, aber ein bißchen mehr Eigenständigkeit und vor allem Abwechslung stünde „Arrhythmia“ gut zu Gesicht. Dann würde man sich wahrscheinlich nicht mehr dabei ertappen, ständig zum Display zu schielen, welcher Song denn nun gerade läuft und vielleicht würden damit auch die gesanglichen Unsicherheiten des Frontmanns nicht so hervortreten. Gerade in höheren Lagen, wie bei „To Run With The Hare And Hunt With The Hounds“ schwächelt er nämlich gewaltig.

Daß „Arrhythmia“ trotzdem kein Totalausfall ist, verdankt die Scheibe den Titeln, die sich am Schluß verstecken. Namentlich „The Way To Nowhere“ mit seinem rhythmischen, von Handtrommeln untermalten Intro und der mitreißende Bonustrack „Thrill B“ fallen positiv ins Gewicht, so daß man zusammenfassend konstatieren kann: Arrhythmien werden zwar nicht ausgelöst, Potential ist jedoch vorhanden, um wenigstens im Belastungs-EKG vereinzeltes Herzflattern zu erzeugen.

Facts:

Label:
Sonorium

Mediatype:
CD-Album

Genre:
Pop / Wave / Minimal

Review-Datum:
30.03.2009

VÖ-Datum:
14.11.2008

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Bewertung:
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Autor:
Claudia

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Claudia hat bereits 171 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 4 Sterne. 2009-03-30 0 2,5

Tracklist:

01. Resurrection
02. Days
03. Slowly Decaying
04. To Run With The Hare And Hunt With The Hounds
05. To Ashes Down
06. J. Mary (sweetheart)
07. Face A Wall
08. Dazzled
09. The Way To Nowhere
10. Holy Ground
11. Thrill B (bonustrack)

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