Contagious Orgasm Ripple

Seit 20 Jahren versorgt uns Hiroshi Hashimoto mit elektronischer Musik aus dem Land der aufgehenden Sonne. Dabei hat er sich von der Musik als reines Konsumprodukt längst verabschiedet. Seine Werke unter dem Pseudonym Contagious Orgasm kann man getrost als Kunst bezeichnen. Sein neues Jubiläumsalbum "Ripple" macht da keine Ausnahme. Hshimotos Kunst liegt vor allem darin, das Allgemeine zum Besonderen zu kehren, ohne dabei die Grenzen der Hörbarkeit zu verlassen. Instrumentalisiert wird einfach alles, was ins Konzept oder in den jeweiligen Song passt. Das Ergebnis spottet oft jeder Beschreibung, ist einzigartig, verrückt und faszinierend zugleich. Contagious Orgasm wirkt wie ein Erzieher in Sachen Hörkunst, zeigt dem Hörer neue Richtungen und entwöhnt ihn von angelernten Hörweisen. Die eingesetzten Stilmittel, Samples und Instrumente erschließen natürlich nicht immer den Sinn hinter einem Song, dafür wird der Rezipient aber auch fast immer mit unüblichen Ideen und aberwitzigen Umsetzungen belohnt.

"Ripple" tut genau dies. Trommelwirbel eröffnet z.B. in "Rusts" eine Art Marsch der Maschinen. "A Sudden Festival" ist so etwas wie die Elektronisierung eines Indianertanzes. Dass der Gesang besagter Indianer dabei auf Micky-Mouse-Niveau gesampelt wird, ist wiederum typisch für Contagious Orgasm. Dagegen klingt "Air Spot" wie eine Spieluhr für Noise-Liebhaber. Wiederum anders ertönt die Kollaboration mit Kenji Siratori, denn "Tragedy Creature" ist ein bedrohlich grollendes Ungetüm.
Also alles beim Alten bzw. stets was Neues. Hiroshi Hashimoto beweist sich einmal mehr als der Free Jazzer des Industrial und bleibt eine Ausnahmeerscheinung.

Facts:

Label:
Ant-Zen

Mediatype:
CD-Album

Genre:
Electronic / Industrial / Noise

Review-Datum:
18.07.2007

VÖ-Datum:
18.06.2007

Leserwertungen:
0

Bewertung:
Rating Image

Leserwertung:
Rating Image

Autor:
Veit

Bewerte diesen Tonträger:

Autor:

Veit hat bereits 944 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 4,5 Sterne.Das Fazit von Veit zu diesem Review lautet: Der Free Jazzer des Industrial 2007-07-18 0 3,3

Tracklist:

01. Sign
02. The Jellyfish Which Emits Light (feat. Thirdorgan)
03. Penetration
04. Rusts
05. A Sudden Festival
06. Smoke
07. Plan
08. Air Spot
09. Tragedy Creature (feat. Kenji Siratori)
10. Neo For

Facebook Like

Twitter

Twitter

(c) Medienkonverter Online - Alle Rechte vorbehalten Vervielfaeltigung nur mit Genehmigung.
Alle Angaben erfolgen ohne Gewaehr. Page Impressions diese Seite: 1.200 Statistiken
Impressum