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06.04.2012
The Falling Impossible
Dick aufgetragener Synthpop: Cinemascape

Cinemascape Cold Heaven

Fünf junge Schweden, von denen zwei danach aussehen, als hätte es ihnen der japanische Visual Kei-Style schwer angetan, haben im vergangenen Jahr mit einem professionell produzierten Debütalbum von sich reden gemacht. Ihr schwarzromantischer Popsound mit einem Hang zu opulenten Melodien und sehnsuchtsvoll-weichen Jünglingsstimmen, die Mädchenherzen schmelzen lassen, baut auf den Ohrwurmfaktor samt Mitsingtauglichkeit und sorgsam herausgeputzten Key-Visuals menschlicher Art.

Ein Jahr später legt das von Kopf bis Fuß szenetauglich durchgestylte Quintett nach: Auf dem zweiten Album „Cold Heaven“ vermischt sich erneut moderat inszenierte Theatralik mit ziemlich chartstauglichen Songarrangements samt ordentlicher Tanzbarkeit. Hier und da schrammt man zwar knapp am Kitsch vorbei, Inhaltsleere oder gar textliches Versagen kann man den Schweden aber keineswegs vorwerfen, wobei man thematisch doch eher den Schwermut beflügelt als rosa zu sehen. Das Gesamtkonzept von Cinemascape dürfte bei der fokussierten Zielgruppe den entsprechend Nerv treffen, hier wurde nichts falsch gemacht: Songtechnisch zeigt das Album keinerlei Schwächen und läuft ohne Ermüdungserscheinungen abwechlsungsreich durch (zum Schluss werden sogar einmal leicht rockige Töne angeschlagen). Gesanglich haben die beiden männlichen Goldkehlchen alles im Griff und die optischen Projektionsflächen dürften mit den sorgfältig inszenierten Visual-Kei- und Romantic-Goth-Styles ebenfalls einwandfrei funktionieren.

Echtes Club-Potenzial haben die Songs jedoch nur bedingt, aber darauf legen es Cinemascape vielleicht auch gar nicht an, lautet doch am Ende des Booklets die Empfehlung: „This album is best enjoyed while drinking red wine.“ Und den genießt man doch nun wirklich am liebsten zuhause in gediegener Stimmung, oder?

Facts:

Label:
Conzoom

Mediatype:
CD-Album

Genre:
Gothic / Medieval / Darkwave

Review-Datum:
07.10.2013

VÖ-Datum:
22.03.2013

Leserwertungen:
3

Bewertung:
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Leserwertung:
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Autor:
Susanne

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Susanne hat bereits 348 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 4,5 Sterne.Das Fazit von Susanne zu diesem Review lautet: Melancholischer Pop mit Ohrwurmcharakter und Style-Konzept 2013-10-07 3 2,5

Tracklist:

01. Second Coming
02. Private Property
03. Frantic
04. Silhouettes
05. Frozen Ground
06. Nuclear Skies
07. Trespassing
08. High Hopes
09. Deep Ravine
10. In The Company Of Strangers
11. Ran
12. Artifacts

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