Chaoswave The White Noise Within

Wieder mal Italien, wieder mal eine Top Scheibe. Allerdings sind nicht alle Mitglieder der Band Italiener. Henrik "Guf" Rangstrup , der Gründer plus Gitarrenvirtuose der Band, ist Däne, aber aus (mir im Moment unbekannten Gründen) nach Italien übergesiedelt. Das war natürlich Glück, denn sonst hätten wir ja nicht diese tolle Musik serviert bekommen. Herr Rangstrup ist auch kein Neuling, sondern hat schon mit "Sinphonia" zwei Alben 2000 und 2003 veröffentlicht. Der Stil wird mit "Gothic Progressive Metal" beschrieben. Laut Hendrik (mit dem ich kurz mailte) ist im Moment aber Chaoswave seine Haupt Priorität und er sieht "Sinphonia" derzeit eher als "Nebenprojekt" an !

Aber auch alle anderen Musiker, sind wirklich gut und man hört, dass sie alle schon eine Menge Erfahrung haben. Herauszuheben wäre hier Drummer Raphael, der vorher in diversen Deathmetal Bands spielte. Super, sein variables aber doch druckvolles Spiel. Die Gitarren sind durchweg superb, auch der Bass kommt nicht zu kurz. Anfängliche Probleme hatte ich allerdings mit dem männlichem Gesangspart, da ich lieber etwas tiefere oder sogar "growl" Stimmen im Metal Bereich mag. Aber nach mehrmaligem Hören gewöhnt man sich daran und die teilweise sicher nicht leicht zu arrangierenden wechselnden Parts mit Sängerin Giorgia sind gut gelöst worden. Dieses Debut von Chaoswave hat zwei entscheindende Vorteile im Vergleich z.B. mit Lacuna Coil: Die Songs härter und komplexer, also im Endeffekt besser. Eine Menge Breaks und Parts, die ein wenig an Machinehead sowie entfernt auch an Fear Factory erinnern. lockern die Songs ungemein auf und lassen nicht so schnell Langeweile aufkommen. Wobei man erwähnen sollte, dass diese beiden Bands musikalisch nicht unbedingt gleichzusetzen sind, dafür sind die Vocals und Strukturen dieser Bands doch zu verschieden. "The White Noise Within" verwebt Elemente des Thrash-, Progressive-, Heavy-, sowie Gothicmetals. Also für Abwechslung ist gesorgt. Eine relativ zurückhaltende Unterstützung durch Synthie/Keyboard sollte noch erwähnt werden, diese setzte einzelne Akzente oder aber verhält sich dezent im Hintergrund. Falls ihr nun Anspieltipps hören wollt, muß ich euch leider enttäuschen, dann würde ich schon eher dazu tendieren das Album als gesamtes Werk zu nennen, da schwaches Material hier kaum enthalten ist :)

Alles in allem: Ein tolles Metal Album in das jeder Fan handgemachter Mucke mal reinhören sollte und eigentlich Anhänger der o.g. Metal Richtungen sogar "blind" kaufen können. Qualitätsmäßig durchaus mit dem letzten Album ihrer Landsmänner Artica vergleichbar. Daher können Chaoswave auch fast dieselbe hohe Wertung mit 5 von 6 Sternen einfahren. Viele Kritikpunkte gibt es hier wahrlich nicht anzubringen, ausser evtl. der - wie schon erwähnt - etwas gewöhnungsbedürftige männliche Gesang, sowie scheint es doch manchmal so, als ob der Gesang (beider Stimmen) nicht so recht zu den anderen Instrumenten passen will. Dieses könnte aber auch an der vorherrschenden Top Gitarren - und Drumarbeit liegen. Kompliment an die Band und es zeigt sich wieder einmal, dass südliche Länder wie z.B. Portugal und Italien insbesondere im Metal und Gothic Bereich einiges zu bieten haben. Wer mir nicht glauben will, sollte sich die 2 kompletten MP3 Hörproben von der Webseite ziehen ! Spielzeit: 46:28.

Facts:

Label:
DVS records

Mediatype:
CD-Album

Genre:
Rock / Metal / Punk

Review-Datum:
23.05.2006

VÖ-Datum:
23.05.2006

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Autor:
Frank W.

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Frank W. hat bereits 235 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 4 Sterne. 2006-05-23 0 4,2

Tracklist:

01. The 3rd Moment Of Madness
02. Indifferent
03. Mirror
04. Hate Create
05. The End Of Me
06. The Wasteland Of Days
07. Pain The Poet Dead
08. Swept Away
09. See Nothing, Hear Nothing, Say Nothing

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