Cervello Elettronico Anima Meccanica

David Christian aus Los Angeles, Mastermind hinter Cervello Elettronito, konnte sich seit der Gründung des Projekts im Jahr 2001, nicht nur durch seine zahlreichen Livekonzerte einen sehr guten Namen machen, auch alle seine bisherigen Veröffentlichungen fanden sehr viel Beachtung. Nun ist mit Anima Meccanica sein neustes Werk bei Hands erschienen.

Der Sound auf Anima Meccanica klingt zunächst sehr zurückgenommen und reduziert und erinnert stellenweise an Orphx, wenn auch nicht ganz so minimal gehalten. Sich wiederholende Sequenzen werden durch einzelne Ausreisser aufgebrochen und hier und da durch Flächen und Basslinien ergänzt und unterstützt. Aber ganz so ruhig wie es hier klingen mag, ist die Musik wiederum nicht. Die Sequenzen der ruhigeren Tracks blubbern nicht nur so vor sich hin, sie scheinen sich aufzubauen, zu überwerfen, manchmal sich gegenseitig zu überholen um den Sound in eine andere Richtung, nämlich nach vorne, zu lenken. Diese Richtungswechsel können mal ruhig bleiben aber auch durch Samples und Industrial-Sounds aufgewühlt werden. Neben eher zurückgehaltenen Kompositionen im mittleren Tempobereich gibt es aber auch durchaus clubtaugliche Songs, die durch schnelle Bässe und Beats auffallen. Von technoidem Elektro über EBM-Anleihen bis hin zu Minimal-Elektro und Industrial-Sounds ist also alles dabei, was das Herz begehrt und letztendlich dann wohl am besten unter dem großen Begriff der IDM zusammengefasst werden kann, obwohl diese Katalogisierung dem Gesamtwerk bei weitem nicht gerecht wird. Anima Meccanica ist ein rundrum gelungenes Album, sehr facettenreich und es macht sehr viel Spaß beim Hören, denn es gibt viel zu entdecken. Das komplette Album ist hervorragend produziert, klingt sehr voll, ohne jemals künstlich aufgebauscht zu wirken. Freunde der genannten Stilrichtungen werden ihre wahre Freude an diesem Album haben.

Cervello Elettronico bereichert jede Musiksammlung um mindestens drei verschiedene Styles und ist somit eine absolute Empfehlung.

Facts:

Label:
Hands

Mediatype:
CD

Genre:
Electronic / Industrial / Noise

Review-Datum:
13.11.2013

VÖ-Datum:
21.10.2013

Leserwertungen:
2

Bewertung:
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Autor:
Andy

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Andy hat bereits 129 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 4,5 Sterne.Das Fazit von Andy zu diesem Review lautet: Alles, was das Herz begehrt. 2013-11-13 2 4,2

Tracklist:

01. Last Words
02. Bad Ground
03. Vertebrae
04. Instant Trauma
05. Impact
06. She’s Got Damage
07. Down The Line
08. Animalism
09. Pulse
10. Source Code
11. People Are Still People
12. Too Much Too Fast
13. Splinter

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