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26.06.2006
Stereohype Heroin Hooker
Herzlich willkommen zur Zeitreise. Jason Kohnen aka Bong-Ra nimmt uns mit in eine teils fa...

Bong-Ra Full Metal Racket

Are you ready for Bong-Ra…? Nein, mit Kiffen hat dies hier heut nix zu tun. Obwohl, eine gewisse Bewusstseinerweiterung lässt sich auch beim Konsum von „Full Metal Racket“ beobachten. Wem der Name Bong-Ra nur seifenblasenartige Fragezeichen in den Himmel aufsteigen lässt, dem sei Aufklärung versprochen. Bong-Ra, aka. Jason Köhnen ist niederländischer Soundtüftler, Berufshektiker und einer der namenhaftesten Vertreter der Jungle-Breakbeat, Breakcore und Drum n’ Bass-Szene. Doch er hat eine metallische Vergangenheit (u.a. als Mitglied von „Prejudice“), die er uns mittels der Veröffentlichung „Full Metal Racket“ näher bringen möchte. Bisher konnte man sich seine Ausflüge in die Metalwelt nur auf zwei LPs hingeben, „Grindkrusher“ und „Sick Sick Sick“, welche nun vereint auf diesem Silberling zu finden sind.

Allein die zombiemäßige Aufmachung verrät schon früh, dass es hier gleich richtig auf die Zwölf gibt und die Großeltern lieber wieder ausgeladen werden sollten. Messerscharfe Riffs werden zusammen mit nervösen Breakbeats in den Fleischwolf geworfen, Slayer meets Dschungelbuch auf Speed eben…Es zuckt und rappelt an alles Enden. Allein „Dstrctv” sorgt für gelegentliche Ruhe. Nur vereinzelt durch markerschütternde Riffs gestört, verbreitet sich eine menschenfeindliche Grundstimmung aus, die im Wetzen der Messer zu Beginn von „Grindkrush“ seine logische Fortsetzung findet.

Für meinen Geschmack befinden sich jedoch zu viele, fast reine Breakbeat-Stücke auf der CD, „Earache“ kommt stellvertretend fast gänzlich ohne den Sechssaiter aus und passt dann doch eher in dunkle, drogengeschwängerte Under-Underground-Clubs als in die gepflegte Metalkneipe.

Dagegen punktet „Jo Bench“ oder auch „Ram-Waster“ mit fetten Brettern, dass die Schwarte kracht. Gesang sucht man vergeblich, bis auf gelegentliches Geschreie, Gestöhne oder das ein oder andere „Motherfucker“ bleibt die Scheibe stimmlich meist blutleer. Das haben die Zombies sich wahrscheinlich schon reingezogen… Soundtechnisch wurde noch mal ordentlich zugepackt und die Songs remastered, so dass die Boxen ordentlich gequält werden können. Auch optisch kommt die Veröffentlichung konsumentenfreundlich daher, liegen nämlich die beiden Cover der Einzel-LPs als doppelseitiges Poster bei.

Wer auf Experimente steht, sollte Bong-Ra’s Full Metal Racket unbedingt antesten. Nichts für zwischendurch, nichts für den Abend mit der Freundin, aber genau das Richtige, um dem öden Alltag zu entfliehen und sich auf einen ultrabrutalen Trip in die Hölle zu begeben. Die Menschheit wird ausgelöscht und die Zombies spielen den Soundtrack - und ab dafür!

Facts:

Label:
Ad Noiseam

Mediatype:
CD

Genre:
Andere

Review-Datum:
11.01.2008

VÖ-Datum:
22.10.2007

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Bewertung:
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Autor:
Enrico

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Enrico hat bereits 224 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 4 Sterne. 2008-01-11 0 3,3

Tracklist:


01. Terrorizah
02. Slaytronic
03. Necrogoat
04. Earache
05. Bloody Cenotaph
06. Jo Bench
07. Ram Waster
08. Dstrctv
09. Grindkrush (doormouse Remix)
10. Painkiller (sickboy Remix)


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