Björk Bastards

Remixes spielen schon immer eine wichtige Rolle im isländischen Sounduniversum von Björk. Unzählige Singles mit einer Myriade Mixes in den unterschiedlichsten Ausprägungen begleiten die nunmehr über zehn Alben der leicht exzentrischen Performance-Künstlerin.

Zu ‚Debut’ gab es die ‚Black EP’, ‚Post’ wurde mit einem ‚Telegram’ beantwortet und im November erschienen die ‚Bastards’ zu ‚Biophilia’. Gut ein Viertel der auf bisher acht Singles verteilten Neuinterpretationen versammeln sich auf dem Remix-Album, das auf dem Cover Björk zusammengesetzt aus vielen farbigen tektonischen Schichten zeigt. Ähnlich bunt ist die musikalische Zusammenstellung, die hier geboten wird. Glücklicherweise sind nur wenige Ausfälle in der Art enthalten, dass die Songs unkenntlich zerstückelt daher kommen und so wenig Hörerlebnis sondern vielmehr pseudo-künstlerische Ergüsse liefern. Starke weltmusikalische Einflüsse sind sofort zu spüren: Omar Souleyman setzt ‚Cristalline’ und ‚Thunderbolt’ in einen arabischen Kontext, während Teile eines David Fanshawe Songs durch ‚These New Puritans’ in ‚Mutual Core’ eingebracht eine stark afrikanische Ausrichtung vorgebenn. Als Longtime-Collaborator ist diesmal lediglich Matthew Herbert dabei, der zwei Songs und eine Reprise beisteuern darf. Bei ihm ist ‚Mutual Core’ eher elektronisch bombastisch aufgebaut mit Teilen, die scheinbar über erodierende Platinen ausgesteuert wurden und ‚Crystalline’ mündet in eine Sample-Orgie ohne echte Drums. Ein persönliches Highlight ist die Solstice-Interpretation von ‚Current Value’, die digital bizzelnd mit dichten Flächen beginnt um dann in eine Aphex-Twinsche Bass-Dominanz zu mutieren. Nicht weniger begeistert die leicht verträumte Version von Moon, die die Sllips gezaubert haben.

Bis auf kleine Längen, verursacht von Death Grips und Alva Noto ist ‚Bastards’ ein tolles Album, das Biophilia übertrifft und die Macht der Produktion einmal mehr hervorhebt.

Facts:

Label:
One Little Indian

Mediatype:
CD

Genre:
Pop / Wave / Minimal

Review-Datum:
01.12.2012

VÖ-Datum:
23.11.2012

Leserwertungen:
7

Bewertung:
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Autor:
Ralf

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Ralf hat bereits 797 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 4,5 Sterne.Das Fazit von Ralf zu diesem Review lautet: Besser als das Original 'Biophilia': 'Bastards' packt viele gute Björk Mixes zusammen! 2012-12-01 7 3,3

Tracklist:

01. Crystalline (omar Souleyman Remix)
02. Virus (hudson Mohawke “peaches And Guacamol” Rework)
03. Sacrifice (death Grips Remix)
04. Sacrifice ((matthew Herbert’s Pins And Needles Mix) Edit)
05. Mutual Core (these New Puritans Remix Featuring Soloman Is. Song)
06. Hollow (16-bit Remix)
07. Mutual Core (matthew Herbert’s “teutonic Plates” Mix)
08. Thunderbolt (death Grips Remix)
09. Dark Matter (alva Noto Remodel)
10. Thunderbolt (omar Souleyman Remix)
11. Solstice (current Value Remix)
12. Moon (the Slips Remix)
13. Crystalline (matthew Herbert Remix)

Weitere Reviews vom Label One Little Indian:

23.11.2012 Björk - Bastards
24.04.2009 Björk - Voltaic
01.07.2004 Airlock - Symptomatic

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