Ahab Rex Blood on Blond

Es ist schwierig gewesen, die Rezension zu "Blood on Blonde" von "Ahab Rex" zu schreiben, denn als ich das Album das erste Mal hörte, hinterließ es mich eher gespalten. Einerseits hat es mich nicht in den Bann gezogen, andererseits konnte ich es aber nicht lassen, es mir wieder anzuhören. Böse Zungen könnten nun behaupten, ich habe es natürlich nur gemacht, damit ich die Rezension schreiben kann, doch dem war nicht so. Schon beim zweiten Hördurchgang hatte ich mich mit der Stimme von "Ahab Rex" eher angefreundet, die tatsächlich gewöhnungsbedürftig ist. Und schon beim nächsten Mal hören, waren die musikalischen Genresprünge nicht mehr so abwegig, denn sie wurden von Ahab Rex’ Vocals zusammengehalten.

"Blood on Blonde" zeigt das Können einer Band, aber leider weist es noch Schwachpunkte auf, die hoffentlich bis zur nächsten Veröffentlichung beseitigt sein werden. So holt der Remix von "Pigface", wie auch der von "Assassins" die Würze aus den schwächeren Songs vom Album "To whom it May Concern" und "Ordinary Things". So wird im Original von ersterem mit dreckigen Beats und Scratchs kokettiert ohne die passende Atmosphäre zu erreichen. "Pigface" löst sich vom Original vollends, lässt nur die Vocallines übrig, die von einem tanzbaren Beat unterlegt werden. Das Ergebnis ist wirklich nach dem Motto "vorher - nachher." Nichts anderes machen "Assassins" mit dem eher belanglosem "Ordinary Things", dass einfach ein typisches Rocksong mit leicht einzuprägenden Refrain ist. Es reicht schon einen elektronische Grundlage und das Lied weiß den Hörer zu überzeugen.

Die Schwierigkeit an "Blood on Blonde" sind die ersten paar Lieder, die sich einfach nicht vom üblichen Rock den man aus den Staaten kennt so richtig lösen möchte. Zu geradlinig sind die Songstrukturen und tatsächlich ist es ausschließlich die Stimme von Ahab Rex, die sie tatsächlich hörenswert erscheinen lassen. Doch glücklicherweise erholt sich das Album von diesem Loch ziemlich gut. Das beginnt erst zaghaft mit "Bye Bye My Baby", schneidende Gitarrenriffs, die sich auch nicht beim Refrain zurückziehen. Mein persönlicher Anspieltipp ist "Dope Sick", dessen Hauptinstrument die Bassklarinette ist. Die Wurzeln des Songs liegen im Blues und alles passt wie angegossen: der Sound lässt an einen rauchigen Raum erinnern, mit rauer Stimme wird eine traurige Geschichte erzählt. Doch auch "Untertow No. 5" hat seinen Charme, obwohl es mich eher an Punk erinnert. Ein explosiver Gitarrensound, der Einsatz von einem Piano, der Text wird größtenteils ins Mikro geschrieen. Für das nächste Mal wäre mehr Selbstvertrauen für neuere Wege zu Wünschen, denn das Potential ist definitiv da.

Facts:

Label:
Lens

Mediatype:
CD-Album

Genre:
Rock / Metal / Punk

Review-Datum:
02.10.2006

VÖ-Datum:
31.10.2006

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Autor:
Daniele

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Daniele hat bereits 20 Reviews für den Medienkonverter verfasst und die Durschnittsbewertung beträgt 4 Sterne. 2006-10-02 0 3,3

Tracklist:

01. Ordinary Things
02. The Queen Of Softcore
03. Thank You Mister Russia (an Alcoholic Love Story)
04. To Whom It May Concern
05. Bye Bye My Baby
06. Vertigo
07. Undertow No.5
08. The Surgeon's Photo
09. Dope Sick
10. Blood On Blonde (main Theme)
11. To Whom It May Concern [pigface] Remix
12. Ordinary Things [assassins] Remix

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