Indiepop von "Carol and the Fall"

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Achtung! Diese News stammen vom 09.07.2014. Die auf dieser Seite veröffentlichten Informationen und Links sind unter Umständen nicht mehr aktuell.
Carol and the Fall ist das eine Powerduo, auf das man sich dieses Jahr schon mal einstellen kann. Vielleicht kann man sich das jetzt noch nicht vorstellen, aber in die beiden wird man sich demnächst schwer verlieben. Carol Schuler und Andy Fall, die zwei Gesichter der Band, sind schon verliebt. In einander, und in die Musik, die die beiden zusammen machen, jetzt schon seit vier Jahren. So sehen Partners in Crime aus, und so hört sich makelloses Songwriting an. Carol und Andy können gar nicht anders als ehrgeizig und kreativ zu sein. Carol steht praktisch öfter auf der Bühne als im eigenen Wohnzimmer und Andy ist der Typ Mensch, der am liebsten in fünf Bands gleichzeitig wäre. Auf die ein oder andere Weise hätten die beiden bestimmt auch einzeln auf sich aufmerksam gemacht, zusammen wirken sie aber gleich noch einmal so charmant. Eine EP als musikalische Visitenkarte passt zu Carol and the Fall übrigens auch ausgezeichnet. Das Format zwischen Single und LP ist genau das richtige, um die Stelle zwischen Spieltrieb und Sorgfalt zu markieren und nebenbei die Ästhetik der Sixties hochleben zu lassen. Die vier Songs auf Evolver bieten außerdem einen perfekten Blick auf die Vielseitigkeit der Band und machen gleichzeitig Lust auf mehr. Denn Carol and the Fall klingen ungefähr wie der Moment, wenn zwischen zwei Regengüssen die Sonne scheint. Oder, für Menschen, die Adjektive mögen: frisch, impulsiv, lebenslustig. „Carol hat eine Stimme, der man jedes Wort glaubt“, sagt Andy, der natürlich gleich doppelt befangen ist. Es stimmt aber trotzdem. Die an klassischem Pop-Songwriting geschulten Songs werfen ihr Schlaglicht elegant auf Carols XL-Vocals und bringen dabei Gitarrenrock, Pop und Soul unter einen schicken Hut. Und Evolver, das verrät der Name schon, ist erst der Anfang. Da wo Carol and the Fall gerade sind, kommt die Professionalität nämlich noch aus eigenem Anbau. Die an der Platte beteiligten Musiker mögen alle zu Deutschlands besten Studiokräften gehören, die Eigenregie haben sich Carol and the Fall deswegen aber nicht nehmen lassen. Und darum ist auch alles, was man von den beiden zu hören kriegt, immer noch so persönlich wie ein Liebesbrief mit Erdbeertinte. Die Versuchung steht also bereits im Raum: Eine Diva zum Anfassen und ein Svengali, der in seiner eigenen Band spielt. Das sollte man sich nicht entgehen lassen. Das ist nämlich was zum Verlieben.

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