Frei.Wild: Platz 1 für "Feinde Deiner Feinde!"

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23.10.2009
Hart Am Wind
"Hart Am Wind" ist das inzwischen sechste Studioalbum der Tiroler Band Frei.Wild. Neben ei...

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Achtung! Diese News stammen vom 30.04.2013. Die auf dieser Seite veröffentlichten Informationen und Links sind unter Umständen nicht mehr aktuell. Besuche unsere Rubrik News um aktuelle Nachrichten zum Thema Frei.Wild abzurufen.
Die Südtiroler Deutschrocker von Frei.Wild landen mit ihrer Goldedition von „Feinde deiner Feinde“ auf Platz 1 in den deutschen Media Control Charts. Die Neuauflage ihres aktuellen Albums setzt sich damit auch gegen etliche namhafte Neuveröffentlichungen durch und beschert den Norditalienern ihre erste offizielle Pole Position in der Hitparade. Das Album, das bereits sechs Wochen nach seiner Veröffentlichung im letzten Oktober mit über 100.000 verkauften Einheiten Goldstatus einheimste, hat inzwischen mit knapp unter 200.000 Einheiten fast Platinstatus erreicht. Was gab es für ein Aufsehen um Frei.Wild in den letzten Wochen: da einige Kritiker völkisch-nationalistische Texte in den Songs der Gruppe witterten, kam in den letzten zwei Monaten eine Diskussionswelle ins Rollen, die sich in etlichen sozialen Netzwerken zu einem sogenannten „Shitstorm“ verselbständigte. Die Organisatoren des „Echos“ luden die Band daraufhin quasi über Nacht und mit teils fadenscheinigen Begründungen von ihrem Event aus. Das „With Full Force“ Open Air geriet durch einen Internet-Shitstorm in die Öffentlichkeit und von Seiten seiner Hauptsponsoren dermaßen unter Druck, dass sich die Band dazu entschloss, ihren Auftritt abzusagen, um den Veranstaltern keinen wirtschaftlichen Schaden zu verursachen. Die im April absolvierte Tournee von Frei.Wild, die zu keinem Zeitpunkt ihrer Bandgeschichte einen indizierten Song hatten und auch unter Experten als nicht „rechts“ gelten, war im Vorfeld von vehementen Protesten und sogar „Mahn-Demonstrationen“ aus diversen linken Lagern begleitet – eine Bewegung, die sich teilweise in einen eher fragwürdigen Bereich hin verselbständigte: in einer Kampagne „Ich bin linksextrem“ wurde gar eine weitere politisch extreme Haltung – nur eben in die andere, linke Richtung - als positiv und förderungswürdig proklamiert. Bei einigen Demonstrationen gab es gewalttätige Ausschreitungen seitens der Linksexremisten und es kam zu Festnahmen. Die Tour selbst zeigte die Band, die in der Musikindustrie über keinerlei „Major-Setup“ verfügt, sprich keinerlei finanzkräftiges oder einflussreiches Plattenlabel hinter sich hat, sondern sich um die Bereiche Plattenfirma und Booking selbst kümmert, als breiten Mainstream. Sie konnten inmitten der für das politisch schwer vorbelastete Deutschland offenbar noch immer hochsensiblen Diskussion darüber, wie viel Nationalbewusstsein politisch unbedenklich ist, ihre ganz eigene Position bekräftigen. „Wir gehören zu keinem extremen Lager und verurteilen jegliche Form von Extremismus, egal ob rechter oder linker Natur“, ließ die Band immer wieder verlauten. Seit ihrer Gründung distanziert sich die Band entschieden von Extremismus. „Wir sehen uns in der Mitte und haben als Südtiroler ein sehr viel unpolitischeres Verhältnis zum Thema Nationalbewusstsein als die Deutschen. Uns war das bis vor Kurzem nicht bewusst, wie sehr wir mit unserer Art in Deutschland zu Missverständnissen führen und wie übersensibilisiert teilweise unsere Texte zerpflückt werden und Teile daraus ganz zusammenhanglos irgendeine Interpretation bekommen, die wir so im Leben nicht damit meinen.“ Ohnehin befassen sich lediglich 5 ihrer über 250 bislang existierenden Song-Texte mit dem Thema „Heimat Südtirol“ – nicht mehr als bei vielen anderen Rock-, Pop-, Schlager- oder Volksmusik-Künstlern, die ebenfalls dann und wann ihre Heimat besingen, wie beispielsweise kürzlich Amy Macdonald, die in dem Stück „Pride“ ihre Gefühle für ihr Heimatland Schottland zum Besten gibt. „Es ist ohnehin gar nicht möglich, als Südtiroler nationalistisch zu sein“, so Sänger Philipp Burger. „Wenn, dann könnten wir ja allerhöchstens regionalistisch sein.“ Das Fazit, das Medien und Sicherheitsbehörden nach der eben beendeten Tour zogen, spricht ebenso für die Mainstream-Position der Band. Alle Städte meldeten einen friedlichen Veranstaltungsverlauf, keinerlei rechtes Publikum auf den Konzerten, sowie keinerlei Ausschreitungen von Seiten der Frei.Wild-Fans. Über 200.000 Besucher lockten die Veranstaltungen insgesamt. Eine Zahl, die ebenso für Mainstream anstatt rechte Ecke spricht, wie der aktuelle Charterfolg: Hatten Frei.Wild mit dem Vorgängeralbum und dessen Re-Edition noch zwei Mal Platz 2 in den Media Control Charts geholt, so haben sie mit „Feinde deiner Feinde“ und dessen Re-Edition nun auch noch das allerletzte Treppchen zur absoluten Spitze hin genommen.

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