Mit L'Âme Immortelle – bestehend aus Thomas Rainer, Hannes Medwenitsch und Sonja Kraushofer (der Name bedeutet übersetzt „die unsterbliche Seele“) – erschien am 29. Januar 2001 über Trisol Music Group das neue Album Dann habe ich umsonst gelebt. Nach den bereits vielbeachteten Veröffentlichungen Lieder, die wie Wunder bluten (inklusive des Szene-Hits „Life Will Never Be The Same Again“), In einer Zukunft aus Tränen und Stahl (mit den bekannten Stücken „Bitterkeit“ und „Love Is Lost“) sowie Wenn der letzte Schatten fällt knüpft das neue Werk nahtlos an die bisherige Diskografie an – und wirkt dabei mindestens ebenso eindrucksvoll wie innovativ.
Bereits die im November veröffentlichte Single „Epitaph“ deutete klar an, in welche Richtung sich die Band weiterentwickeln würde. Entsprechend hoch waren die Erwartungen, die das Album letztlich auch erfüllt. Erwähnenswert ist zudem, dass die Single mit dem exklusiven Track „The Truth Behind“ einen zusätzlichen Anreiz bot und die Vorfreude weiter steigerte. Auf Dann habe ich umsonst gelebt wagt die Band erstmals den Einsatz klassischer Instrumente, die von Gastmusikern eingespielt wurden. Diese neuen Klangfarben fügen sich überraschend organisch in das vertraute Soundbild ein und verleihen den Songs eine zusätzliche emotionale Tiefe. Auch auf der kommenden Tour Nights of Storm and Silence sollen diese Elemente wieder aufgegriffen werden, wodurch selbst ältere Klassiker in einem deutlich veränderten, erweiterten Klanggewand präsentiert werden dürften.
Nicht unerwähnt bleiben sollte jedoch ein kritischer Punkt: Die Stimme von Thomas Rainer wirkt – zumindest aus persönlicher Sicht – stellenweise noch ausbaufähig. Eine stärkere gesangliche Ausbildung könnte helfen, den Kontrast zu Sonja Kraushofers sehr präsenter und ausdrucksstarker Stimme weiter anzugleichen. Andererseits ist genau dieser Unterschied vielleicht auch bewusst gewählt und Teil des Konzepts. Gerade die Gegensätze zwischen männlichem und weiblichem Gesang ermöglichen es der Band, extrem unterschiedliche Stimmungen und Songstrukturen zu entwickeln. Das musikalische Spektrum reicht dabei von hymnisch getragenen Passagen bis hin zu tief verwurzeltem, melancholischem Darkwave.
Insgesamt präsentiert sich Dann habe ich umsonst gelebt als ein vielschichtiges, emotional dichtes Album, das sowohl eingefleischte Fans als auch neue Hörer ansprechen dürfte. Persönlich sticht für mich besonders der Track „Rearranging“ hervor, der viele der Stärken des Albums exemplarisch bündelt und lange nachhallt.
L'ame Immortelle - Dann Habe Ich Umsonst Gelebt
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Schon das Artwork macht unmissverständlich klar, dass hier mit viel Liebe zum Detail gearbeitet wurde. Vom stilvollen Retro-Cover über das CD-Label – das mit seiner Gestaltung an eine klassische VW-Käfer-Tachometer-Scheibe erinnert – bis hin zu einer charmanten Randnotiz, die auf das kommende Album hinweist: „Weitere Lieder auf ‚Wunderwelt der Technik‘ … demnächst in Ihrem Schallplattengeschäft.“ Diese Ankündigung versprüht den Charme vergangener Zeiten und erinnert an eine Ära, in der man Musik noch physisch kaufte und sich durch Plattenläden wühlte.Doch damit nicht genug. Welle:Erdball setze...
Wumpscut - Böses junges Fleisch
Nur selten flackert die gewohnte Qualität auf!