Future Trail ist ein davaNtage-Side-Projekt von René Müller, einem der beiden Keyboarder der Band. Neben ihm gehört Sängerin Melanie Güntzschel zum Kern des Projekts. Darüber hinaus sind auch weitere davaNtage-Mitglieder involviert: Der zweite Keyboarder Mario Fritzsche steuert Lyrics bei und unterstützt beim Arrangement, während Gunnar Bock als weiterer Mitstreiter ebenfalls an einigen Texten beteiligt ist. Damit tatsächlich alle davaNtage-Mitglieder ihren Beitrag zu „Big Sky Horizon“, dem Debütalbum von Future Trail, leisten, hat Kay Härtel für den Song „Snake River“ die Vocals beigesteuert. Kay wiederum ist seit Kurzem mit Supreme Court ebenfalls mit einem davaNtage-Side-Projekt aktiv.
Insgesamt erstreckten sich die Arbeiten an „Big Sky Horizon“ über rund drei Jahre, da im Laufe der Zeit mehrere Songs nochmals überarbeitet wurden. Die ersten Demos entstanden bereits 2001, und nun – im Jahr 2004 – liegt ein Album mit insgesamt zwölf Tracks vor. Live war die Band bislang zwar erst dreimal zu sehen, doch möglicherweise ändert sich das nach der Veröffentlichung dieses eigenen Longplayers.
Musikalisch unterscheiden sich die Stücke deutlich vom Material des Hauptprojekts davaNtage. Die Songs sind durchweg sehr melodisch angelegt und reich mit flächigen Sounds angereichert. Die klare und ausgesprochen saubere Stimme von Melanie tut ihr Übriges, um den Songs auf „Big Sky Horizon“ einen ganz eigenen, unverwechselbaren Stempel aufzudrücken. Inhaltlich geht es Future Trail darum, persönliche Erlebnisse, Erfahrungen und Gefühle zu schildern und zum Ausdruck zu bringen. Inspiration bezieht man dabei unter anderem aus Eindrücken früherer Nordamerika-Reisen.
„Big Sky Horizon“ bietet sowohl schnellere als auch ruhigere Stücke. Zu den treibenderen Songs zählen etwa das bereits erwähnte „Snake River“ mit Kay, ebenso wie „Greyhound Song“ und „Desert Lake“. Der Titelsong „Big Sky Horizon“ sowie „Frozen Trails“ sorgen hingegen für die ruhigeren, besinnlichen Momente des Albums. Das übrige Material bewegt sich – grob gesagt – irgendwo zwischen diesen beiden Polen. Mit „Amongst The Waves“ findet sich zudem ein reines Instrumentalstück auf dem Album. Abgesehen vom erwähnten Duett mit Kay werden alle weiteren Songs ausschließlich von Melanies Female Vocals getragen und geprägt.
Der Song „Titan“, übrigens eines der ersten Stücke von Future Trail überhaupt, ist für mich so etwas wie der Hit des Albums und damit zugleich ein klarer Anspieltipp. Gerade hier gelingt es Melanie besonders eindrucksvoll, dem Song mit ihrer Stimme eine ganz eigene Melancholie zu verleihen. „Titan“ zählt zudem zu den durchgängig melodischsten Stücken des gesamten Albums.
Mit Fire! Zone Records hat die Band schließlich auch labeltechnisch eine passende Veröffentlichungsplattform gefunden. Das Label existiert noch nicht allzu lange und kann bislang lediglich auf zwei Releases zurückblicken. Neben der Veröffentlichung von Future Trail stammt die zweite VÖ von niemand Geringerem als The Weathermen, die mit ihrem kürzlich erschienenen Album „Deeper“ zugleich das Debüt von Fire! Zone Records markierten.
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Future Trail - Big Sky Horizon
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