1. Front Line Assembly bringt "Millenium" heraus und wird damit zum Begründer (neben Ministry) der Fusion von Metal und Industrial/Elektro. Bezeichnenderweise heisst der erste Track von "Millenium":"Vigilante". Der Name ist Programm: Electro meets Stromgitarre. Pioniersarbeit leisten die drei Chilenen wahrlich nicht mit dieser EP: 9 Remixe von Tracks der letzten CD "The Heroes Code" - von Vigilante selbst als auch bekannten Acts der Electroszene wie Amateur God, Funker Vogt, Z Prochek, etc. Solider Elektro, gut für die Tanzfläche - ansonsten eher durchschnittlich, Sounds die man schon hundertfach gehört hat, die bekannten 3 Akkorde, die zu einem gestandenen Elektrobrett gehören. Ernstfall auf der Tanzfläche: "Justice" - das mit seinen 180 bpm (wenn ich richtig mitgezählt habe) gut zum headbangen oder mitgröhlen taugt. Hier hätte noch mehr Härte gut getan - in Richtung Industrial - wenn schon - dann richtig! Einige Tracks sind aber ganz gelungen - das wären dann die Anspieltips: Juicio Final (The Other Side/Spanish Version), One Good Reason (Z Prochek Remix), The Other Side(Obszön Geschöpf Remix). Nebenbei bemerkt machen Obszön Geschöpf (sind keine Deutschen, sondern Franzosen) selbst ganz veritablen Elektro. Das Wasser können die Vigilante FLA aber nicht reichen, wenn man Millenium als Referenz nimmt. Vigilante machen ordentliche Clubmusik, welche die bekannten Bedürfnisse und Hörgewohnheiten des Publikums erfüllt und Punkt. Beim Tanzen hört man ja auch bekanntlich nicht auf jedes Soundfragment, beim rezensieren schon.