Superikone dürfte den wenigsten ein Begriff sein, aber sicher ist der eine oder andere schon einem anderen Projekt des Kölner Musiker und Produzenten Malte Schmidt-Kohl begegnet. Eine ganze Liste von Projekten hat Malte zu verzeichnen: Lunastoy, Phobotaxis und Malte el Niño. Mit Superikone hat der Kölner Anfang letzten Jahres ein deutschsprachiges Elektro Projekt geschaffen. Streng nach seinem Motto: „Was mir gefällt ist auch erlaubt!“ bietet das Erstlingswerk „Opiate“ Elemente aus den verschiedensten Elektrobereichen. Obwohl Malte mit keinen neuen Elementen experimentiert, hat er sich eindeutig einen eigenständigen abwechslungsreichen Stil geschaffen. Eingängige Melodien, cluborientierter Sound und eine unverkennbar markante Stimme. Und genau an die hat sich mein Ohr nicht so recht gewöhnen wollen. Sprachgesangähnlich und recht monoton aber dafür teilweise rotzfrech intoniert er die deutschsprachigen Songs. Texte, die das Leben schreibt, gut verpackt in vielen Metaphern. Mein Highlight der Platte ist „Höher, Schneller, Weiter“. Die Musik schwebt irgendwo zwischen Synthpop, NDW und EBM. Der Refrain bleibt sofort im Ohr. „Es geht voran“…. Als Bonus enthält die CD das Video zum Song „Ganz Still“ und ein 16-seitiges, hochwertiges Booklet. Beides ist in meiner Demo-CD nicht enthalten und entzieht sich somit meiner Bewertung. Letztendlich bietet Superikone mit „Opiate“ ein Album das nicht genau meinen Nerv trifft, aber sicher für jeden der mal wieder Lust auf etwas Neues hat, genau das richtige ist.