Rot ist bekanntlich die Farbe von Liebe, Alarm und Dingen, die man besser nicht auf den Teppich tropfen lässt. Für ‘Ersedu’ ist Rot aber noch deutlich mehr: Ausgangspunkt, Symbolsystem und in ihrem Fall der Auftakt zu einer ganzen Veröffentlichungsreihe. Mit der Konzept-EP ‘Gore’, die am 19. Mai 2026 erscheint, startet das ukrainische Projekt das erste Kapitel einer geplanten Serie rund um Farben – und legt den Fokus ausgerechnet auf jene Nuance, die zwischen Opfer, Leben, Schmerz, Leidenschaft und Tod am lautesten schreit.
Musikalisch fährt ‘Ersedu’ dabei nicht gerade im Eco-Modus. Der Sound wird als ... Achtung: Cinematic Symphonic Death Metal beschrieben: düster, schwer, atmosphärisch und mit einer ordentlichen Portion filmischer Wucht. Als Einflüsse nennen die Ukrainer unter anderem ‘Septicflesh’, ‘Dimmu Borgir’ und ‘Devin Townsend’, dazu noch Filmmusik-Größen wie Alan Silvestri, Jerry Goldsmith und Howard Shore. Das klingt also weniger nach gemütlichem Feierabend-Snack und mehr nach Endzeitkino mit Orchestergraben und Vorschlaghammer.
Die vier Stücke der EP heißen ‘God Of War’, ‘Offering’, ‘Reap Souls’ und ‘Eros’ – zusammen bilden sie das Akronym G.O.R.E. und zementieren damit den Konzeptgedanken gleich noch mit dem Betonmischer. Die ersten beiden Vorboten, ‘Eros’ und ‘Offering’, sind bereits auf Streaming-Plattformen verfügbar. Gemischt und gemastert wurde das Material zudem bei den renommierten Fascination Street Studios, also dort, wo man weiß, wie Metal klingen muss, wenn er nicht nach Konservendose, sondern nach kontrollierter Zerstörung scheppern soll.
Spannend ist auch der Hintergrund: An ‘Gore’ wurde nicht ein Jahr, sondern ganze vier Jahre gearbeitet. Dass der Krieg in der Ukraine diesen Prozess massiv geprägt hat, verleiht der EP noch zusätzlich Gewicht. Das macht das zentrale Motiv Rot hier nicht nur zum Kunstkonzept, sondern auch zu etwas sehr Persönlichem und Unmittelbarem. Ergänzt wird die Veröffentlichung durch ein selbst gestaltetes Artbook voller Symbolik, versteckter Details und Figuren, darunter eine Maskottchen-Figur, die sich als archetypische Mutter Natur lesen lässt.
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