...Hi Leute. Hier nun meine schon angekündigte Kritik zu Peter Field, die mir mein Freund Oliver (Euch ja schon bekannt) auf`s Auge gedrückt hat. Nachdem ich mir die CD einmal komplett angehört habe, dachte ich nur - hier hat der Künstler (siehe auch Fliehende Stürme) nicht so genau gewußt, was für Musik er denn eigentlich machen will. Schubladendenken kann man bei diesem Werk jedenfalls vergessen..... zu vielfältig sind die Musikstilrichtungen hier vertreten - Technoelemente, Düsterer Punk und auch EBM-Strukturen lassen sich hier und da ausmachen. Beim ersten Lied "Into The Velvet" wurde ich schon richtig hellhörig und dachte, dass wird sich in eine interessante Richtung entwickeln und machte Appetit auf mehr...Schräger, düsterer, männlicher Gesang vermischt mit lieblicher Frauenstimme und abgehackten Synthi-Klängen ergeben eine selten gehörte Musik, die stark gewöhnungsbedürftig aber wirklich klasse ist. Gerade diese eher morbide und destruktive Stimmung macht denn auch den Reiz aus.... Ein Endzeitlied, bei dem alles (so auch das Lied) aus den Fugen zu geraten droht. Beim nächsten Lied "Zerstörung" findet man sich allerdings ganz unverhofft im düsteren Deutsch- Punk- Lager wieder, das mich sofort an gute, alte EA 80 - Zeitenerinnert hat.... Treibend, düster, melancholisch-gut. Aber Technoelemente haben für Peter Field wohl auch so ihren Reiz. Also schuff er kurzerhand "Gallactic Millenium" garniert mit lautstark rausgeschrieenen Worten ...naja.... Schade um die Mühe am Mischpult kann ich nur bei dem Lied "Subträgerfrequenz" sagen, das für mich unter die Kategorie "Entbehrliche Lieder" fällt: Wilddurcheinander gemischte Samples mit Wortfetzen. Grauenhaft! Wirklich gelungen ist nun wiederum - und neben dem ersten Lied - mein zweiter Favorit die Cover - Version von "Alkohol", die ursprünglich von der Punk - Band "Abwärts" stammt. Deutsch - Punk, bei der sich der Kopf allmählich von alleine mitbewegt....Klasse. Tja, aber neben diesen beiden stärksten Stücken hat die CD für meinen Geschmack eher wenig zu bieten. Zwar zieht sich durch alles eine eher düstere Grundstimmung, aber das langt nicht. Zuzusammenhanglos wirkt das Ganze. Ein bißchen hiervon und ein bißchen davon.... mir fehlt der "Rote Faden". Deswegen wohl eher was für eingefleischte Fans.