Mute ist stolz darauf, das Ergebnis einer besonderen Zusammenarbeit mit Raster-Noton ankündigen zu dürfen: Den Release von Diamond Versions “Technology At The Speed Of Life / Empowering Change”, die erste aus einer Serie von fünf 12” EPs, der 2013 ein komplettes Album folgen wird.
Diamond Version ist eine Kollaboration zweier Innovatoren moderner Musik, Byetone und Alva Noto. Als führende Köpfe des Chemnitzer Labels Raster-Noton und mit ihren Solo-Projekten Alva Noto (Carsten Nicolai) und Byetone (Olaf Bender) arbeiten die beiden seit geraumer Zeit an der Grenze von intuitiver und konzeptueller Kunst, einer Verbindung Galerie und Dancefloor. Die Veröffentlichung wird von audio-visuellen Live-Performances und Special-Guests unterstützt – die Premiere von Diamond Version TV fand am 16. Juni auf dem Sónar Festival statt, Gast ist Atsuhiro Ito, mit seiner Optron genannten.
Die Ästhetik von Diamond Version offenbart sich folglich aufgeladen mit surrealem und subversivem Humor, was sich durch eine an Werbe-Slogans und Marken-Logos angelehnte Ikonographie äußert. “Wir beide sind geradezu besessen von Logos!”, sagt Nicolai. “Wir sammelten Slogans und lasen sie, ohne zu wissen, was für Firmen hinter ihnen stecken.
Aber ab einer gewissen Menge und Konzentration wurden sie ohnehin einfach absurd.” Folgerichtig eröffnet die EP-Serie mit den Titeln „Technology At The Speed Of Life“ und „Empowering Change” in denen das Auditive, das Visuelle (siehe auch das Mission Statement) und das Sloganhafte unmittelbar miteinander verschränkt ist. An der crispen, synthetischen Oberfläche der Songs spiegelt sich die brutale Realität der Slogans und macht deren bedrohlichen Gehalt – und ihre Absurdität – sichtbar. Das Duo ist seit Chemnitzer Teenager-Zeiten miteinander bekannt. Eine gemeinsame Basis war schnell gefunden. “Carsten und ich teilen ein starkes Interesse für rhythmische Musik. Und wir haben einen gemeinsamen Geschmack, was Ästhetik im Generellen angeht, und auch in Puncto Design. Wir stehen beide auf einen gewissen Grad von Roughness. Mit Diamond Version folgen wir diesem Pfad. Wir sind keine DJs und allein von daher schon ist es nicht unser Anspruch, Anbieter einer Musik für soziale Situationen zu sein”, erklärt Bender. Das ist ihnen gelungen.