Manchmal braucht es gar keine großen Ankündigungen, sondern einfach nur diesen einen Sound, der sofort klar macht: Hier passiert gerade etwas. ‘The Foreign Resort’ bzw. das kommenden Release gehört genau in diese Kategorie. Während sich die Szene zwischen Retro-Charme und modernen Einflüssen neu sortiert, liefern die Dänen hier den passenden Gegenentwurf – roh, emotional und mit ordentlich Druck auf den Lautsprechern. Seit ihrer Gründung im Jahr 2009 in Kopenhagen haben sich Mikkel Borbjerg Jakobsen, Henrik Fischlein, und Morten Hansen Schritt für Schritt einen unverwechselbaren Stil erarbeitet. Irgendwo zwischen dunklem New Wave und explosivem Post-Punk entsteht ein Sound, der gleichzeitig treibt und zieht – nach vorne auf die Tanzfläche und nach innen in die eigenen Gedanken. Diese Mischung aus Melancholie und Energie ist längst ihr Markenzeichen geworden.
Wer die Band schon einmal live erlebt hat, weiß: Studio ist das eine, Bühne das andere. Mit über 600 Shows in Europa und Nordamerika haben sich die drei Musiker den Ruf einer echten Live-Maschine erspielt. Touren mit Szenegrößen wie ‘Cold Cave’, ‘Killing Joke’, ‘The Soft Moon’ oder ‘She Past Away’ sowie Auftritte bei Festivals wie dem ‘Wave Gotik Treffen’ oder dem ‘Amphi Festival’ sprechen eine deutliche Sprache – hier steht keine Hobbyband auf der Bühne, sondern ein eingespieltes Kollektiv mit ordentlich Ausdauer. Diese Ausdauer spiegelt sich auch im kommenden Album Endurance wider, das am 19. Juni 2026 erscheint. Nach Releases wie dem Album Outnumbered (2019), der The Rabbit Hole EP (2020) und OutRemixed (2021) wirkt das neue Material wie der nächste logische Schritt. Die bereits veröffentlichten Singles „Resound“, „Southern Skies“ und „Endurance“ geben die Richtung vor: dichter, fokussierter und noch direkter ins Herz – oder wahlweise in die Magengrube.
Inhaltlich bleibt das Trio seiner Linie treu und bewegt sich durch Themen wie Isolation, emotionale Spannungen und das Durchhalten in unsicheren Zeiten. Klingt schwer – fühlt sich aber überraschend lebendig an. Genau das ist die Stärke von ‘The Foreign Resort’: Sie schaffen es, Dunkelheit tanzbar zu machen, ohne ihr die Schwere zu nehmen. Endurance könnte sich damit als genau das Album entpuppen, das man nachts hört, wenn die Stadt eben mal wieder langsam leiser wird – und im Kopf alles ein einfach nur bisschen lauter.
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