Nach acht Jahren Pause legt Manos Chrisovergis sein bisher drittes Album bei Hands vor und bleibt sich mit seiner Mischung aus Rhythmus und politischem Lärm treu. Wenn ein Album die Bezeichnung Rhythm and Noise verdient, dann genau dieses, denn es ist in erster Linie rhythmisch und krachig. Manos dreht die Verzerrung bis an die Grenze zum Umkippen und baut daraus komplexe Lärmlandschaften, die das Fundament eines jeden Tracks bilden. Auf dieses Fundament werden sowohl Soundstrukturen als auch Bässe und Beats gebaut.

Manos Chrisovergis scheint sich auch immer ein wenig Luft zum Experimentieren zu lassen und verleiht dein einzelnen Tracks dadurch eine Eigendynamik, die dem Ganzen eine gewisse Leichtigkeit verleiht. Sind die eigenen Tracks schon großartig, so setzen die enthaltenen Remixe nocht einen drauf, denn Maschinenkrieger KR52 vs. Disraptor, Mono No Aware, Unhuman und Thorivos leiten einen lärmenden und krachigen Endspurt ein, dessen Höhe- und Schlußpunkt der schneidene hyDrone-Remix von Timeless bildet.

Zwischen eigenen Kompositionen und Remixen drängt sich noch eine geniale Coverversion des Einstürzende Neubauten-Klassikers Tanz Debil, dessen Grundstrukturen perfekt in den Sound von Last Days of S.E.X. integriert und transformiert werden. Maximale Verzerrung bei glasklarer Produktion – das sind, unter anderem auch die Dinge, die Sabotage Normality so einzigartig klingen lassen. Dazu kommen grandiose Remixe und eine geniale Interpretation von Tanz Debil. Was möchte man eigentlich mehr? Na ja, zumindest keine weiteren acht Jahre mehr auf eine weitere Perle aus dem Hause Last Days of S.E.X. warten.