Tja, das wievielte Album dieser altgedienten Band ist das ? Ich weiß es nicht genau und gestehe, dass Killing Joke für mich keine essentielle Band war/ist. Zwar hatte ich von ihnen "Brighter Than A 1000 Suns", wowie "Pandemonium" aber einen bleibenden Eindruck hinterließ ihre Musik bei mir nicht. Abgesehen vom Klassiker "Love Like Blood" natürlich. Man schimpfe mich einen Banausen und ich senke demütig mein Haupt in dieser Angelegenheit. Und ja, es mag sein, dass wie das Infoblatt verrät, viele grosse Bands sich auf Killing Joke als einen ihrer Einflüsse beriefen (u.a. Metallica und Ministry). Aber die Nennung von Fear Factory in diesem Zusammenhang (welche noch dazu im Info-Blatt als Deathmetal Band bezeichnet werden - grins !) erscheint mir ein wenig bizarr. Naja, sei es wie es ist und wenden wir uns dem aktuellen Longplayer - relativ merkwürdig betitelt mit "Hosannas From The Basement Of Hell" zu. Junge, das geht ordentlich nach vorne. Da ist wohl an der Aussage von Jaz Coleman was dran, der das Album als "mehr brutal" im Vergleich zum Vorgänger beschreibt. Leider reicht rohe Gewalt hier meiner Meinung nach nicht aus. Das Album krankt an Höhepunkten. Das heisst, die einzelnen Songs klingen zu gleichförmig. Auch der Gesang von Jaz, der zwar auch öfter mal seine "normale" Gesangesstimme einsetzt, aber zumeist eher kehlig durch die Gegend brüllt, ist hier nicht grade überzeugend. Es fehlt an zündenden Ideen ! Die Produktion könnte ein wenig besser sein, Gitarren und leider auch drums gehen irgendwie oftmals in einem Soundbrei unter. Das hätte man doch besser machen können ! Oder ist meine Promo evtl. eine Art Vorabversion ? Die lange Zeit bis zur Veröffentlichung und auch die neuerliche Verschiebung des Veröffentlichungstermins auf den 31.03.2006 könnte darauf hindeuten....So aber fällt es mir echt schwer das Album zu mögen. Allerdings muß man natürlich die Härte des Albums respektieren! Andere Bands passen sich an und bringen weichgespühlten Pop auf den Markt, was hier definitv nicht der Fall ist. Dafür gibt es einen Bonus von mir. Weitere Pluspunkte: Track No. 3 namens "Invocation" kann mit interesanten Orchester Arangements punkten. "Walking With Gods" ist auch zu empfehlen da mit guter Gitarrenarbeit und ein paar elektronischen Spielereien gearbeitet wird - wäre bloß der Gesang besser ! "Gratitude" bringt ein Riff zum Vorschein, das verdammt nach einem Stück vom Sisters Of Mercy Album "Vision Thing" klingt, da ich dieses leider grade net hier habe, kann ich den genauen Titel nicht benennen. Hier ist auch der Gesang erträglicher. Der "hidden track Judas Goat" ist ein schleppendes Teil, welches ziemlich gute Gitarrenriffs birgt. Das wären auch meine Anspieltipps. Schade, schade das Potential ist hier wirklich vorhanden, das Album hätte besser ausfallen können ! In der Endauswertung komme ich trotzdem noch auf knappe 4 Sterne in die ein Bonus für Spiellänge (62 Minuten) sowie Unkommerzialität eingerechnet wurde.Komisch irgendwie scheinen sich 3-4 Sterne bei mir echt als Standardwertung zu etablieren. Ist aber nicht beabsichtigt. Evtl. liegt es daran, dass viele Alben in letzter Zeit nicht wirklich schlecht, aber auch nicht besonders herausragend sind ?? Fair von den Bands finde ich das nicht, können die nicht mehr richtig gut oder grottenschlecht sein? Es würde das rezensieren erheblich erleichtern g