Seit Freitag ist es offiziell: Die Stille hat Feierabend, die Maschinen übernehmen die Nachtschicht. 'Damage Control' haben am 12. Juni 2026 ihre feine neue EP „Master Of Silence“ via Metropolis Records veröffentlicht – und dafür niemand Geringeren als 'Leæther Strip' alias Claus Larsen ans Mikrofon gezerrt. Das Ergebnis klingt ... naja, eher weniger nach höflicher Zusammenarbeit als nach einem internationalen Industrial-Pakt mit ordentlich Strom auf der Leitung. 'Damage Control' sind ein Electro-industrial Projekt um Bill Barsby, Richard Thacker und Alex Wise aus Australien sowie Markus App aus Deutschland. Barsby und Thacker stammen ursprünglich aus Birmingham, was vielleicht erklärt, warum hier nicht nur Synths knarzen, sondern auch ein gewisser grauer Betoncharme mitschwingt. Für „Master Of Silence“ haben sich die Australier mit dem dänischen Electro-Industrial-Urgestein 'Leæther Strip' zusammengetan und vier Tracks gebündelt, von denen „Rage“ und „Oblivion“ bereits Anfang 2026 als Singles erschienen sind.
Auf der EP stehen nun „Rage“, „Oblivion“, „Obstacles“ und „Crowned“ bereit – vier kompakte Stromstöße zwischen EBM-Druck, dunkler Club-Energie und klassischem Industrial-Biss. Produziert wurde das Ganze von Chris Peterson, den man unter anderem von 'Front Line Assembly', 'Noise Unit' und 'Unit:187' kennt. Für den technischen Feinschliff sorgte Greg Reely, der bereits mit 'Skinny Puppy', 'Front Line Assembly' und 'Fear Factory' gearbeitet hat. Anders gesagt: Hier waren keine Praktikanten am Sicherungskasten. Besonders spannend ist „Obstacles“, denn dort steuert Peterson nicht nur die Produktion, sondern auch Synthparts bei. Zusätzliche Programmierung kommt von Josh Rombout von 'Sirus', was dem Track noch eine extra Portion australischen Maschinenstaub verpasst.
Nach dem 2017 erschienenen Debüt „Ultranoia“ bereiten 'Damage Control' derzeit außerdem den lange erwarteten Nachfolger „Oblivion Grid“ vor. Weitere Details sollen in Kürze folgen. Bis dahin liefert „Master Of Silence“ schon einmal einen angenehm finsteren Vorgeschmack: international vernetzt, sauber verdrahtet und laut genug, um der Stille sehr höflich den Stecker zu ziehen.
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