Zwischen Retro-Hype und echter Club-Euphorie taucht plötzlich ein Track auf, der nicht nur nach Vergangenheit klingt, sondern sie förmlich neu entzündet: ‘Bustié’ werfen mit „Perimeters of Love“ genau den Funken in die Dunkelheit, den man aktuell auf viel zu vielen Tanzflächen vermisst. Mit der neuen Single „Perimeters of Love“ schicken ‘Bustié’ nun den zweiten Vorboten ihres kommenden Albums „Throb“ ins Rennen, das am 22. Mai 2026 via Psychic Eye Records erscheint. Und der Track macht ziemlich schnell klar, wohin die Reise geht: Industrial-Dance-Romantik trifft auf New Jack Swing, Hi-NRG flirtet mit dunklem Electro und irgendwo dazwischen schwebt eine gewaltige Portion Herzschmerz durch die Boxen. Das Ergebnis klingt weniger nach steriler Retro-Kopie, sondern eher wie eine durchgeschwitzte Liebeserklärung an alte Warehouse-Nächte.
Dabei setzt Mastermind Angelika Padilla alias Pogo Pope nicht einfach nur auf Nostalgie. „Throb“ soll laut eigener Aussage sechs Jahre auf seine Veröffentlichung gewartet haben — sechs Jahre voller Verlust, Wut, Schmerz und persönlicher Umbrüche. Besonders emotional: Das Album ist Angelikas verstorbener Mutter Catherine gewidmet, die während der Entstehung des Albums verstarb. Und genau diese Mischung aus Verletzlichkeit und Wucht zieht sich spürbar durch das Material. Auch die B-Seite „Smile Now, Cry Later“ fährt die Zeitmaschine anständig gegen die Wand — allerdings mit Stil. Der Song verbeugt sich vor der Lowrider- und Backyard-Party-Kultur von Los Angeles, wo Miami Bass, Freestyle und Electro einst ganze Straßenzüge beschallten. Man hört den Track praktisch schon aus einem alten Chevrolet dröhnen, während irgendwo Neonröhren summen und der Asphalt noch Restwärme speichert.
Musikalisch bewegen sich ‘Bustié’ ohnehin bewusst zwischen den Welten. Dark Electro, Acid House, Freestyle, Synth-Pop und politische Haltung verschmelzen hier zu etwas, das gleichzeitig clubtauglich und unbequem wirkt. Und vielleicht ist genau das der spannende Punkt: Während viele Retro-Acts derzeit geschniegelt den Vintage-Filter über ihre Musik legen, wirken ‘Bustié’ angenehm roh, emotional und unberechenbar.
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