CD 1:
01. Crown Of Thorns
02. Just A Tenderness
03. The March Of The Dead
04. Fear In Your Eyes
05. Rise Again
06. Final Warning
07. Fallen Angel
08. And Life Goes On
09. Our Fatal Longing
10. Scavenger
11. In The Peace Of The Night
12. Your Last Salute
CD 2:
01. Crown Of Thorns (Suicide Commando Remix)
02. Your Last Salute (Air Forge Remix)
03. Just A Tenderness (Nersoton Remix)
04. Rise Again (Datom Remix)
05. Just A Tenderness (F/A/V Remix)
06. Just A Tenderness (PNE Remix)
07. Your Last Salute (Datom Remix)
08. Rise Again (Haus Arafna Remix)
09. Your Last Salute (Laittog Remix)
10. Your Last Salute (Das Ich Remix)
11. Crown Of Thorns (Naked Beat Remix)
12. The March Of The Dead (F/A/V Remix)
13. In The Peace Of The Night (:W: Club Cut Version)
14. Your Last Salute (Naked Beat Remix)
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Wieder ist ein Jahr ins Land gezogen und wieder beglückt :Wumpscut: die Electro-Gemeinde mit einem neuen Werk aus dem Hause Beton Kopf Media. Während "Preferential Tribe" aus dem letzten Jahr nur eine Wiederveröffentlichung alten Materials war, liegt das letzte offizielle Studioalbum "Wreath Of Barbs" nun schon 2 1/2 Jahre zurück. Irgendwie wittert man ja immer einen kleinen Skandal, wenn Rudy R. eine neue Scheibe publiziert. Diesmal gab es im Vorfeld keine besonderen Vorkommnisse, außer einem wahren Merchandise-Feldzug, der das neue Album "Bone Peeler" bis ins kleinste Detail vermarktete. Doch was hat es mit dem neuen Output auf sich? Knüpft er an "Wreath Of Barbs" an oder geht er gar wieder zurück in Richtung alter VÖs wie "Bunkertor" oder kann, was noch besser wäre, der geneigte Hörer gar etwas Neues erhoffen?
Die Frage beantwortet sich ganz schnell von selbst, sobald man sich durch die ersten paar Tracks gehört hat. "Bone Peeler" ist solider Electro, wie er schon auf dem letzten Album zu hören war. Der Sound ist, wie immer, qualitativ hochwertig und professionell. Doch das reicht leider nicht. Schon sehr schnell stellen sich erste Müdigkeitserscheinungen ein, ja, man ertappt sich sogar beim Durchzappen des Albums. Waren die Erwartungen vielleicht doch zu hoch oder kann :Wumpscut: seine selbst gesetzten Standards einfach nicht mehr toppen? Nicht dass die Songs wirklich schlecht wären, nein, eigentlich ganz im Gegenteil, aber man kennt das alles schon. Warum soll man sich alte Sachen in einem nicht wesentlich neuen Gewand anhören? Selbst das Kettensägensample in "Just A Tenderness" kann einen da nicht mehr aus der Reserve locken. Einer der wenigen Songs, die einen aufhorchen lassen, ist "The March Of The Dead". Schöner Stampf-Rhythmus gepaart mit einer einfachen, aber dafür sehr eingängigen Melodie. Das bleibt hängen, das geht ins Ohr.
Doch es gibt auch derbe Dämpfer. Spätestens nach zwei Minuten hält man "Rise Again" nicht mehr aus, nachdem zum hundertsten Male der Refrain aus den Boxen und damit dem Hörer aus den Ohren kommt. Was soll das? Hat's zu mehr Text nicht gereicht? Schnell weiter. Ah, doch noch was Originelleres: "Our Fatal Longing". Ein langsames Stück mit super eingebettetem Sample. Und mit "In The Peace Of The Night" wird es sogar melodisch-balladesk und der Text ist wie immer provozierend. Das war es aber auch schon. Doch da gibt es ja auch noch die Remix-CD der limited Edition. Illustre Namen wie Das Ich, Suicide Commando und sogar Haus Arafna tummeln sich da zusammen auf dem Silberling. Es kann ja nur besser werden...
Wird es auch. Aber nicht viel. Der Suicide Commando Remix von "Crown Of Thorns" peppt den Song in typische SC-Manier auf und macht ihn damit fast Club-tauglich. Viele der Remixe bleiben jedoch dicht an den Originalen. Lediglich Haus Arafna, die mit "Rise Again" wohl eines der schwierigsten Stücke zu bearbeiten hatten, haben das einzig Richtige gemacht und den Song erstklassig zu einer äußerst düsteren Vision umgemodelt, die mit der Vorlage nur noch wenig zu tun hat. Zu empfehlen ist auch der F/A/V Remix von "The March Of The Dead", der eine kleine infernalische Apokalypse heraufbeschwört.
Alles in allem also ein sehr gemischter Eindruck. Für :Wumpscut:-Neulinge dürfte "Bone Peeler" sicherlich eine Entdeckung sein (was ca. 4,5 bis 5 Punkten auf unserer Bewertungsskala entspräche). Alte Hasen werden hier aber nichts mehr finden, was sie vom Hocker haut. Die versteckten und offenen Provokationen nimmt :Wumpscut: nun wirklich keiner mehr ab und musikalisch ist das Album schlichtweg zu lahm, jedenfalls in Bezug auf frühere Veröffentlichungen.
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