01. Front 242 - Operating Tracks
02. Container 90 - Straight Jacket
03. Rummelsnuff - Pumper (Leather Strip Remix)
04. A Split Second - Mambo Witch (Single Cut)
05. Spetsnaz - Apathy
06. Daf - Alle Gegen Alle
07. Dupont - Run For Protection
08. Vomito Negro - Stay Alive V.2k9
09. Leather Strip - Japanese Bodies
10. The Klinik - Quiet In The Room
11. Cabaret Voltaire - I Want You
12. Jäger 90 - Wir Brauchen Kein Feuer (Flagge Zeigen)
13. Pankow - Me And My Ding Dong
14. Nordarr - Craving
15. Pouppee Fabrikk - Symptom (Hard Cut Mix)
16. Signal Aout 42 - My Dream
17. Turnbull Ac`s - We Can Drink Without
Das mittlerweile in Berlin ansässige Label Out Of Line hat früh erkannt, dass Merchandising eine solide Einnahmequelle sein kann. Daher wurde die aktuelle Oldschool-EBM Welle aufgegriffen und der geneigte Anhänger kann von Kappen über Tassen bis zum T-Shirt so ziemlich alles mit EBM-Logo erstehen. Da war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann es einen entprechenden Sampler dazu gibt.
Hier ist er also und man kann die vertretenen Bands grob in drei Gruppen einteilen. Zum Einen die echten Klassiker wie Front 242, The Klinik oder DAF. Die Auswahl der Songs ist aus meiner Sicht gelungen, da man in der Regel nicht nur die Überhits wie Headhunter oder den Mussolini, sondern eher unbekannte, aber nicht minder großartige Songs zu hören bekommt. Und die Songs von Cabaret Voltaire, Pankow oder A Split-Second könnten bei den jüngeren Generationen schon in Vergessenheit geraten sein. Die zweite Gruppe bilden Genrebands von Out Of Line. Also Vomito Negro, Signal Out 42 (auch Bands der großen belgischen EBM-Familie), Rummelsnuff (wobei erst der AE-Remix aus „Pumper“ ein echtes EBM-Stück macht) oder Spetsnaz, einer der wenigen aktuellen Bands, die an das Niveau der alten Helden heranreicht und welche mit „Apathy“ ihren wohl größten Hit beisteuert. Die dritte Gruppe bilden jüngere Bands wie Jäger 90, das Proceed-Nebenprojekt NordarR oder die knackigen Container 90. Mit Ausnahme des NordarR-Songs alles bekannt und ohne Überraschungen. Aber jetzt habe ich endlich „With Your Cries“ auch auf CD.
Eine solche Tracklist entsteht eben, wenn ein leichter Zielkonflikt besteht, zwischen dem Platzieren von Bands aus dem eigenen Stall und dem Ausleben von der Liebe zur den Klassikern in Verbindung mit Sachverstand. Für EBM-Anhänger der ersten Stunde gibt es keine Perlen zu entdecken, eher die ernüchternde Erkenntnis, wie eindimensional die aktuelle EBM-Szene zu sein scheint. Mit wenigen Ausnahmen klingen die heutigen EBM-Bands wie weiland Nitzer Ebb, Die Krupps oder DAF. Dabei zeigt die Auswahl der Klassiker, wie vielseitig EBM klingen kann. Völlige Neueinsteiger haben aber hier die Chance, sich für kleines Geld einen ersten Überblick zu verschaffen. Wer eine Geschichtsstunde möchte, sollte trotzdem nach den Samplern „This Is Electronic Body Music“ (und seinen Nachfolgern), „EBM Club Classic“ oder „13 Years Of Electronic Lust“ Ausschau halten. Es lohnt sich allemal. Denn als Motto gilt weiterhin „Move, Dance and Enjoy!“
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