01. The Pulse
02. Hurt So Good
03. Why Did You Call?
04. Once I Had
05. A Start With No Ending
06. Throwing My Heart Away
07. Restless River
08. Only Seventeen
09. Sound Of Something
10. The Song That No One Knows
11. Dreams Of A Revelation
12. I’m Sorry
Ein großer Fingerabdruck ziert das Cover zum neuen Album der Magic Numbers. Einen Fingerprint haben wohl wieder alle Bandmitglieder hinterlassen. Das Album strotzt nur so von Selbstbewusstsein und Ausdrucksstärke. Ehrlicherweise muss man sagen dass dabei das absolute Highlight bereits als erster Song verpulvert wird, oder ist es vielleicht eher der bewusste Fokus der dem Hörer ohne lange zu zögern präsentiert wird?
‚The Pulse’ ist eine epische Ballade mit herzzerreißenden String-Arrangements des leider letztes Jahr verstorbenen Robert Kirby. Der Gesang beginnt mit ‚Sekunde 1’ und erzeugt Sehnsucht, Traurigkeit und Stärke zugleich. Ein bisschen Suede im Songwriting ist genauso vorhanden wie auch Funken der pompösen Arrangements der Flaming Lips. Fünf Minuten und siebzehn Sekunden die echte Souveränität beweisen und die Welt sich zusammen ziehen lässt, in ein kondensiertes, kompaktes musikalisches Universum. Genauso entspannt doch mit einer gewissen Erleichterung schließt ‚Hurts so Good’ an, bevor echte Lässigkeit in ‚Why did you Call?’ innerhalb von drei Songs die Stimmung um 180° dreht. Bei den weiteren Songs sorgen die beiden bandeigenen Mädels am Lead-Mikrophon für willkommene Abwechslung. Die grandiosen Streicher kehren in voller Schönheit bei ‚Restless River’ zurück, das jedoch mehr kühle Gelassenheit transportiert statt Schweregefühle in der Magengegend zu transportieren. Insgesamt ein Dutzend wohlüberlegte, bedächtige Perlen, die nach bewusster Schaffenspause belegen, dass die Presse hier beruhigt hypen kann.
Für das dritte Album hat man sich Ben Hillier zum Mischen und Valgeir Sigurðsson zur Produktion geholt. Die Professionalität der beiden alten Hasen hört man dem Album an, das durchgängig dankbar zu konsumieren ist ohne in jeglicher Art glatt zu wirken und dabei auch keinen Island-Stempel aufgedrückt bekommen hat. Musik zwischen Pop und londoner Großstadt-Folk zum aktiven Lauschen und Loslassen. Suchtfaktor garantiert!
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