01. Hotter (Radio Mix)
02. Hotter (Extended Mix)
03. Hotter (Carl Phaser (Radio Mix)
04. Hotter (Carl Phaser Extended Mix)
05. Hotter (Hey! In The Limo! Remix)
06. Hotter (Soft Analog Mix)
07. Don'T Talk About Love (Nicolas Reeves Remix)
Bonustracks (Only On Cd Ep):
08. Don'T Talk About Love (Extended)
09. Hotter (Nathan Kuzack Remix)
10. Beautiful World (Talion Law Remix)
11. Two Hearts (Jon Mono Remix)
12. How Do You Break A Robot'S Heart? (Corrupted)
Parralox ist ein australisches E-Pop Projekt, bei dem John von Ahlen komponiert um die Stücke dann von seinen beiden musikalischen Partnerinnen Amii und Roxy vortragen zu lassen. In Deutschland haben Parralox auf Conzoom Records ein zu Hause gefunden, wo im Oktober gleich zwei limitierte EPs veröffentlicht werden: ‚Hotter’ und ‚Am I Human’. Während bei Depeche Mode eine Limitiereng auch schon mal in sechstelliger Stückzahl umgesetzt wird, ist mit 250 Exemplaren pro EP bei Parralox der Sinn des Wortes erhalten geblieben.
Die digitale Maxi, auf die sich diese Rezension bezieht, enthält sechs Mixes des Titeltracks plus einen weiteren Song, während die Hardcopy mit noch weiteren Mixes aufwartet. Zwischen Elektro-Pop und Achtziger-Disco baut ‚Hotter’ im Midtempo auf Retro-Strukturen und eher minimalistische Ausgestaltung. Die Ausrichtung aufs Wesentliche steht dem Song gut, die Vocals werden sauber vorgetragen und die Produktion ist professionell. Ein Hit also? Leider nicht ganz, denn im Gegensatz zu ähnlichen Projekten fehlt dem Song das Fitzelchen Eigenständigkeit und Enthusiasmus, das ihn von vielen Songs auf dem Markt abgrenzt. Auch kommt ein wenig viel ‚A-E-A-E-I-O-U’ mit durch und drückt das Endergebnis damit auf eine Ebene wo man Kylie Minogue näher ist als beispielsweise Marsheaux. Diese Genre-Einordnung unterstreichen die beiden Club-orientierten ‚Carl Phaser’ Mixes und der ‚Hey! In the Limo!’ Mix dreht ‚Hotter’ dann gar in die French House Richtung. Eine sehr schöne Interpretation wird mit der ‚Soft Analog’ Version nachgeschoben, die ganz ohne Drums die Vocals nur mit Flächen, Effekten und einer hervortretenden Bassline aus dem Synthesizer untermalt. Der Bonus-Track ‚Don’t Talk about Love’ bestätigt die Disco-Pop Ausrichtung und pumpt vor sich hin, die australischen Touristen am Samstag Abend zum Tanzen zu bringen.
Für meinen Geschmack etwas zu sehr am Mainstream liefern Parralox einen sauber produzierten Clubhit ab, der jetzt nicht unbedingt revolutionär daher kommt, trotzdem aber die eingeschlagene Richtung konsequent und gut umsetzt. Und so passt die Textzeile‚I just wished you looked a little bit hotter…’
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