Review

| Northern Lite

| Super Black

Bild Northern Lite Super Black

Artist:

Northern Lite

Titel:

Super Black

Format:

CD

VÖ:

14.03.2008

Label:

First Decade 

Autor:

Ralf Email Autorinformationen

Genre:

Pop / Wave / Minimal

Forumsbeiträge:

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Unsere Wertung:

Bewertung: 4.5

Leserwertung:

Bewertung: 3.5 von 6 bei 5 abgegebenen Stimmen. (5) Bewerten

Externer Link:

http://www.northernlite.de

Tracklist:

01. Liar
02. Girl With A Gun - Album Version
03. If I Knew
04. Different
05. I Can'T Believe
06. I'M So Glad
07. Super Black
08. Enough
09. In Control
10. My Other Self
11. Please
12. Nowhere
13. The Call
‚Northern Lite’ haben sich inzwischen als feste Größe in der deutschen Musikbranche etabliert. So groß, dass man einen wunderschönen DinA4 großen Press-Pack verschickt, so groß aber auch, dass alle Stücke auf dem neuen Album –Promo nach zweieinhalb Minuten ausgeblendet werden.

Einen Eindruck von dem was den Hörer erwartet bekommt man so, allerdings fragt man sich, wie die Stücke im Ganzen klingen, insbesondere wenn wie bei ‚Liar’ genau dann ausgeblendet wird, wenn nach zwei Minuten gerade der Beat einsetzt. Bis dahin klingt Kubat locker, im positiven Sinne leicht gelangweilt und macht den ersten Song bereits zum Erlebnis. ‚Girl with a Gun’ ist dann einer dieser typischen Indiecountrylectrorocksongs der Laune macht und das rüberbringt was Northern Lite von Kirmeskapellen wie Boss Hoss und Konsorten unterscheidet. Die wirkliche Stärke liegt diesmal jedoch in den beiden Balladen ‚Different’ und vor allem ‚Please’, einem Chris Isaak Cover. Letzteres ist bereits von der NeoPop 7 Compilation bekannt, allerdings wurden für die Albumversion die E-Gitarren in großen Teilen gegen herzzerreißend schöne Streicher ausgewechselt; ein guter Tausch! Die vielleicht beste Kombination von Melodie, Beats und Gesang liefert ‚Nowhere’ im entspannten Electro-Boogie Style. ‚In Control’ hingegen spielt mit Leise und Laut ähnlich wie man es von den Nine Inch Nails kennt, nur eben sehr viel verspielter. Sechs der anderen sieben Stücke ergänzen die beschriebenen Highlights mal mit Electropop, mal mit Techno-Anleihen recht gut obwohl stellenweise Füllerei unterstellt werden könnte. Bleibt nur noch der subjektive Totalausfall zu erwähnen: ‚I can’t believe’ macht Angst mit Mexico-Gitarren und gesungenen dreistimmigen Cowboy-Akkorden, die eher bei Marquess als bei Northern Lite erwartet würden.

Super Black ist nun so schwarz nicht geworden, sondern eher freundlich dunkel. Nicht unbedingt der absolute Bringer des Frühlings 2008 aber grundgute, cool dargebotene Musik aus dem Electro-Saloon irgendwo in der Steppe Thüringens. … und danke für das wunderschöne Artwork von Eric Niedling!

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