Review

| Neuroticfish

| Les Chansons Neurotiques

Bild Neuroticfish Les Chansons Neurotiques

Artist:

Neuroticfish

Titel:

Les Chansons Neurotiques

Format:

CD-Album

VÖ:

15.07.2002

Label:

Strange Ways

Autor:

Oliver Email Autorinformationen

Genre:

Electronic / Industrial / Noise

Forumsbeiträge:

1

Unsere Wertung:

Bewertung: 6

Leserwertung:

Bewertung: 5.5 von 6 bei 5 abgegebenen Stimmen. (5) Bewerten

Externer Link:

http://www.neuroticfish.com/

Tracklist:

01. Startup
02. Reinvent The Pain
03. Waste
04. Prostitute
05. Wake Me Up
06. Modulator
07. Breakdown
08. Darkness/influence
09. Stop & Go
10. It'S Not Me
11. Inverse
12. Need
„EBM IS DEAD“, so prangt es groß auf der Homepage von Neuroticfish und so verkündet es auch das „Standart“-Sprachsample, dass in diversen Stücken der Band Verwendung findet. Hintergrund des Ganzen ist vielleicht der gegenwärtige Trend, alles was sich früher EBM nannte, nun neumodisch Future-Pop zu nennen. Weitere Kommentare zum Thema möchte ich mir an dieser Stelle aber nun doch verkneifen, denn so oder so ist das neue Werk des Herren Sascha Mario Klein a.k.a. Neuroticfish ein gelungenes Stück Musik, dem man sowieso nicht mit Schlagworten beikommt.

War das letzte Album „No Instruments“ noch eine Bestandsaufnahme des Facettenreichtums von Neuroticfish, so knüpft diese CD nun daran an, und lenkt den staunenden Zuhörer allerdings in weitaus größere klangliche und musikalische Vielfalt. So verbinden sich Elemente vom todgesagten EBM mit hypnotischen Melodien und technoiden Beats, zu einer gelungen Mischung. Eine Mischung, die wieder ganz typisch „neurotisch“ klingt und deutlich aus den gängigen Pop-Stukturen herausragt.
Kritisch könnte manch einer vielleicht anmerken, dass den Stücken dieser CD vielleicht die Ecken und Kanten fehlen, die auf der „No Instruments“ noch ihren gewissen Reiz versprüht haben, und an denen man sich so vorzüglich reiben konnte. Ich denke da z.B. an das sehr treibende „Mechanic of the Sequence“...So hat es ein wenig gedauert, bis sich mir alle Stücke der „No Instruments“ erschlossen haben. Diese CD dagegen, ist auf Anhieb deutlich eingängiger als der Vorgänger, und mir gefällt –trotz oder gerade wegen der großen musikalischen Vielfalt- jedes einzelne Stück. Insofern mag ich das Fehlen von Ecken und Kanten nicht als negativ bewerten.

Vorab konnte man sich schon auf der „Wake me up“ EP und der „Prostitute“ Single vom aktuellen Schaffen einen Eindruck verschaffen. Zu den beiden genanten Tracks gesellen sich auf dieser CD nun 10 weitere Knaller, von denen es einige sicher ebenfalls zu Clubhits schaffen werden. Ein Anwärter dafür ist mit Sicherheit „Reinvent the Pain“.

Fazit : Mit diesem Album beansprucht Neuroticfish nun endgültig einen Platz im „Future-Pop“-Himmel, den ich ihnen hiermit erteile... ;-)

...also ab in den Laden am nächsten Montag!

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