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| Rabenschrey - Deutsche Härte Rockt!

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Datum:

26.08.2010

Autor:

Bert Benutzer aktiv

Quelle:

Rabenschrey

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Am Anfang war der Heide. Und der sprach nicht "Es werde Licht", sondern pinkelte mit einem heiseren Kichern den Standards des mittelalterlichen Folks ans muffige Beinkleid. Donar, der Meister aller Rabenschreyer, macht keine Gefangenen, lässt sich ums Verrecken nicht das Maul verbieten und musiziert ganz wie ihm der Schnabel gewachsen ist − und das bereits seit einer ganzen Dekade.

Mit ihrem zehnten Silberscheibchen "Exzessivus" blasen sie erneut zum Angriff und dem gesamten Genre den Heiden-Marsch. Dabei wurde Rabenschrey eines schönen Tages aus der Not heraus geboren, denn auf einem großen Mittelalter-Markt glänzte eine der geladenen Kapellen mit unerfreulicher Abwesenheit, weshalb sich Donar flugs entschloss das entstandene Loch mit selbst erzeugten Folk- und Mittelalter-Klangwaren zu stopfen. Und siehe da, das angereiste Volk war über Maßen erbaut. So wurde aus Spaß Ernst, nein, eigentlich nicht, denn auch nach 10 Jahren Rabenschrey kann Donar noch immer mit munterer Laune bestätigen, dass die Freude an der Sache im Vordergrund steht: "Wir sind Vollblutmusiker! Und das bedeutet wenig Kohle, ständig unterwegs und jede Menge Arbeit − aber mit Spaß daran!" Nicht umsonst schrieen sie anno 2003 mit der dritten Platte ihr Credo des Schaffens, "Heidenspaß und böse Zungen", in die Welt hinaus − und wehe, jemand nahm das nicht ernst. Rabenschrey ist vom ersten Tage an berühmt-berüchtigt dafür, Missstände und Übeltaten nicht mit dem Samthandschuh anzufassen.

Aber auch bei einer historischen Band gibt es Bewegung. So haben die Rabenschreyer seit November 2008 eine Stromgitarre mit auf dem Drachenschiff und damit die Sphären der rein akustischen Lärmerzeugung hinter sich gelassen. Sicherlich haben ihre Songs auch vor dem Umschwung gerockt, dass es den Schafen das Fell vom Leibe blies, aber fortan lassen es die Neu-Heiden eine Spur krachiger angehen. "Metalalter" nennen sie liebevoll ihre Verbindung aus Folk, Mittelalter, Rock und Metal, ohne sich aber in irgendeine Schublade hineinstopfen zu lassen. Kategorien, Dogmen und Grenzen sind so oder so nicht das Ding von Donar von Rabenschrey. Freiheit in allen Belangen ist das einzige Gesetz, das die Heidenrocker akzeptieren und sich auf ihre Segel geschmiert haben. Den großen Namen des Mittelalter-Rock-Genres auf den Versen, hat die Formation nun in ein neues Studio investiert, um auch technisch auf dem neuesten Stand der Dinge zu sein. "Das lief frei nach dem Motto 'größer, höher, weiter'", grinst Donar in sich hinein. "Nun ja, die technischen Entwicklungen darf man nicht an sich vorüber ziehen lassen, wenn man vom klanglichen Ergebnis mindestens so klingen will wie die 'Großen'".

Aber das neunte Studioalbum von Rabenschrey, "Exzessivus", wird nicht nur auf einer völlig neuen Aufnahmegrundlage erschaffen, sondern glänzt auch durch einen neuen Gitarrero und Schlagzeuger, die sich beide vermehrt in das Songwriting einbringen. "Extessivus" bekommt damit ein satteres und vielseitigeres Tonmäntelchen verpasst. Und warum das alles? "Wichtig ist mir zu vermitteln, dass die Menschen wieder lernen müssen an sich und ihre Träume zu glauben und auch für sie zu kämpfen", merkt der Metalbarde da mit ernster Miene an und rüstet sich bereits für den nächsten Streich für die Besteigung des Mittelalter-Thrones.

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