CD-Kritik

Opposite Exhale - Nothing Lasts

Artist:

Opposite Exhale

Titel:

Nothing Lasts

Format:

CD

VÖ:

04.01.2010

Label:

Tympanik

Autor:

Horrschd Autorinformationen

Genre:

Electronic / Industrial / Noise

 

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Unsere Wertung:

Bewertung: 5.5

Leserwertung:

Bewertung: 4 von 6 bei 1 abgegebenen Stimmen. (1) Bewerten

Externer Link:

http://www.myspace.com/oppositee...

Tracklist:

01. Hic finis fandi
02. Clear green
03. The downfall of beliefs
04. You're the least of my concerns
05. Vixerunt
06. Born with bruises
07. A subtle truth (My paradise)
08. The felling's vile
09. Nomen est omen
10. I trusted every word you spoke
11. A white heat that scours rational thought
12. Lucid dreaming
13 .Resentment
14 .Deceitful snares
15. Moortgat
16. Sand
Bereits vor einigen Wochen erreichte mich dieses kleine Schmuckstück doch der Alltag verhinderte ein schnelles Schreiben der Review. Was für ein Glück, sowohl für mich als auch für die fertige Review. Anfangs kam da bei mir so gar nichts wirklich an − die Stimmung fehlte einfach. Und für dieses Album brauch man die richtige Stimmung! Denn das niederländische Ein-Mann Projekt Opposite Exhale steht für eine wunderbare und fordernde Mischung aus klassischen Elementen, Ambientpassagen, Noise-Soundscapes und Breakbeats. Und irgendwie schlich sich die Musik immer weiter in meinen Alltag hinein.

Bestimmt ist das Gesamtbild von einer sehr ruhigen und in die Ferne schweifenden Stimmung. Als Hörer empfiehlt es sich, "Nothing lasts" möglichst allein zu genießen. Und auch möglichst am Stück, denn das Album funktioniert fast nur als Gesamtwerk, während einzelne Track nur wie aus dem Zusammenhang gerissen erscheinen würden. Die klassischen Elemente sind vor allem (wie das Coverartwork bereits richtig vermuten lässt) Pianopassagen und am Keyboard erzeugte Orchesterklänge. Zusammen mit den Ambient Parts sind sie das Fundament, das durch die Noise- und Beatelemente und vereinzelten Samples durchzogen sind. Und das nicht störend, nur vereinzelte verstörend und beunruhigend (wenn zum Beispiel in "Born with bruises" auch bedrückendes Rauschen Babygeschrei erklingt, nur um in einer melancholischen Streicherprozession zu münden, die plötzlich von harschen Beats auseinander gerissen wird).

Ganz im Gegensatz zum Projektnamen und Albumtitel empfand ich das Werk nicht als negativ. Denn auch wenn immer wieder Unheil zu drohend scheint wirkt die Position des Hörers im Zentrum dieser Klänge abgeklärt, nachdenklich aber durchaus zufriedenstellend. Und so ist es Opposite Exhale gelungen, dass das Album Runde um Runde in meinem Player drehte und mir gerade in dieser Zeit, in der der Alltag sehr viel fordert, viel Kraft gab. Meine Empfehlung ist kein Probedurchlauf, denn der wird kaum bei der Erschließung des Album helfen: hier heißt es Zugreifen und nicht mehr so schnell loslassen − ein Kauf, der sich wirklich lohnen könnte.

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