CD-Kritik

Xentrifuge - Converting Infinity

Artist:

Xentrifuge

Titel:

Converting Infinity

Format:

CD

VÖ:

25.09.2009

Label:

NoiTekk

Autor:

Horrschd Autorinformationen

Genre:

Electronic / Industrial / Noise

 

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Unsere Wertung:

Bewertung: 5.5

Leserwertung:

Bewertung: 3.5 von 6 bei 3 abgegebenen Stimmen. (3) Bewerten

Externer Link:

http://www.xentrifuge.net/

Externer Link:

http://www.myspace.com/xentrifuge

Tracklist:

01. Dormant
02. Into descent
03. Pathogen
04. Strain
05. Black horizon
06. Error seven
07. Watch you burn
08. Penance
09. Converting infinity
10. Immune
Was für eine ungemein positive Überraschung. Da mir der Erstling "Light Extinguish" nie zu Ohren gekommen war ging ich ganz unvoreingenommen an das neue Album der Amerikaner Xentrifuge "Converting Infinity". Oder auch nicht, denn wenn man Harsh-Elektro angeboten bekommt und das Label von Aggression, Samples, viel Wut etc. spricht, dann bereitet man sich schon auf ein weiteres Standartalbum der Marke "klingt alles gleich (böse)" vor. Und so gaaaaanz liegt man mit dem Vorurteil nicht daneben. Aber Xentrifuge sind so dermaßen kompromisslos und gut, dass das Album tatsächlich das beste Elektroalbum ist, das mir 2009 zu Ohren gekommen ist.

Die Zutaten sind relativ gewöhnlich: Der stark verzerrte Gesang "Marke: keiftender Geist" erinnert an God Module und Hocico, dazu kommen sehr zurückgenommene Samples (keine großen Reden oder Blut-Gehirn-Massaker sondern Kommentare voller Trostlosigkeit), ein Herzrhythmusstörung verursachendes und spannendes Beat-Geballer, Rauschen, Kratzen, Krachen und Dröhnen. Und denoch dringt da kein Lärmklumpen aus den Boxen, denn trotz aller unbarmherziger Härte wird jeder Track von einem minimalistischen Melodiekorsett zusammengehalten. Oft sind diese Melodien nur angedeutet und der Hörer fügt im Kopf das ein, was da bestimmt unter dem Lärm lauert. Und so entsteht ein Sound, der wie der ganz ganz böse Bruder von God Module klingt. Das ist richtig gut gemachter elektronischer Terror, das sind zahlreiche Songs, die kein billiges Tanzfutter sind und trotzdem zum tanzen ermuntern. Das ist die Kunst, nichts Neues zu machen und denoch alles richtig. Eine besondere Erwähnung verdient auch das wunderschöne Coverartwork fern der Genreüblichen Blutsudeleien. Selten passte ein Coverartwork so sehr zu Album wie hier, zeigt es doch kunstvolle aber mörderische Zerstörungskraft.

Daumen hoch oder Daumen ab. Alle Stampfwütigen sollten wirklich mal die eher schwachbrüstigen "Neu"Beiträge der Großen (Hocico, Suicide Commando,...) beiseitelegen und sich durch die Xentrifuge jagen. Ich verspreche nicht viele Überlebenschancen, aber auf jeden Fall ein geniale halbe Stunde Terror auf höchsten Niveau.

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