Konzertbericht

Bericht:

Vorbericht WGT 2010

Konzert:

Vorbericht Wave Gotik Treff...

Autor:

Alex

Ort:

Leipzig

Vom:

21.05.2010

bis:

24.05.2010

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Bild - Konzertbericht Zum neunzehnten Mal jährt sich das über die deutschen Grenzen weit bekannte Wave Gotik Treffen in Leipzig und taucht wieder einmal jene schöne Stadt Sachsens fast gänzlich in tiefes schwarz oder wahlweise grelles Neon. Das Wave Gotik Treffen, abgekürzt „WGT“, versteht sich, wie der Name schon aussagt, eher als eine Zusammenkunft, anstatt eines Festivals. Das liegt auch vor allem daran, dass das unglaublich breit gefächerte Spektrum an musikalischer Bühnenpräsenz eben nur einen Teilaspekt des vielfältig kulturellen Angebots darstellt und damit das Treffen in seiner Form einzigartig macht. Längst ist die kleine Gemeinschaft zu einer gewaltigen Veranstaltung für zirka 20.000 Besucher aus aller Herren Länder angewachsen. Nachvollziehbar daher, dass das WGT für Leipzig eine feste finanzielle Größe in der Bilanz darstellt. Und schließlich haben sich die Einwohner mittlerweile längst an den befremdlichen Eindruck schwarzer Horden zu Pfingsten gewöhnt und glänzen sogar durch Ihre Aufgeschlossenheit und stete Hilfsbereitschaft.



Die äußerst vielfältige Auswahl musikalischer Angebote dürfte den Querschnitt der so genannten „Schwarzen Szene“ durchweg zufrieden stellen, da quasi für fast jeden Besucher etwas dabei ist. Dargeboten werden unter anderem (klassischer) EBM, ruppiger Industrial, mittelalterliche Musik, sanfter Ambient, angenehmer Synthpop und Metal in seinen unterschiedlichsten Variationen, sowie viele weitere Klanggattungen unter denen sich zum Beispiel auch zeitlose Klassik mischt. Die rund 180 vertretenen Künstler finden sich nicht nur in immer derselben tristen Konzerthalle wieder, sondern tragen Ihr Können an verschiedensten Bühnen verteilt über die ganze Stadt vor. Summa summarum existieren dieses Jahr in Leipzig ganze 40 verschiedene Veranstaltungsorte. Man ist also reichlich in Sachsens Großstadt unterwegs, muss dafür im Gegenzug keine geldbeutelfeindlichen Fahrtkosten in Kauf nehmen, da die Eintrittskarte zum freien Benutzen der öffentlichen Verkehrsmittel innerhalb der Zone 110 berechtigt. Doch um das diesjährige WGT als eindrückliches Erlebnis verbuchen zu dürfen, muss der Besucher nicht zwangsweise ein leidgeprüfter Konzertgänger sein, welcher sich stundenlang die Beine in den Wanst steht.



Denn wie jedes Jahr, lädt der adäquat in das Gelände eingebettete Mittelaltermarkt im heidnischen Dorf zum ruhigen flanieren, verköstigen und entspannen ein. Besonders für die Familienmeute ist das Heidnische Dorf nahe dem Zeltplatzgelände, ein idealer Knotenpunkt abseits vom hektischen Getümmel. Hinzu gesellen sich ganzes ein Füllhorn für Kulturbeflissenes Publikum, in Form von verschiedenen Lesungen und Theateraufführungen. Auch ein Ball mit Gesellschaftstänzen und der Besuch des Bildermuseums lassen die Zeit schnell verstreichen. Wem es immer noch nicht reicht, der kann Ballettaufführungen im Leipziger Opernhaus auf sich wirken lassen.



Feminine Urtriebe, in Neusprech „Shopping“ genannt, werden angesichts der zahlreichen Verkaufsstände in der Agra Halle geweckt und laden zum schwarzen Konsumrausch sondergleichen ein, welcher allerdings auch zur Genüge auf die maskuline Besucherschar abzielt. Innerhalb des lang gestreckten Verkaufsmarkts, gibt es nichts was es nicht gibt. Da wären die wie immer stark vertretene Bekleidungsindustrie, mit Korsetts, Lack, Leder und natürlich schlichtem Schwarz. Fehlen darf natürlich nicht variationsreiches Schuhwerk, das für ambitionierte Orthopäden wie ein Alptraum erscheinen mag. Weiterhin erstreckt sich das Angebot zur unüberschaubaren Masse an Modeaccessoires, die weit über die mittlerweile obligatorischen Schweißerbrillen hinausgehen. Eine wie immer große Auswahl an Tonträgern, Lesestoff und extravagante Fetischausrüstung, komplettieren die Konsumpalette.



So wird auch dieses Jahr Leipzig am Pfingstwochenende für aufregend angenehme Tage in einer Art kleinem Subuniversum werden, das mit dem Alltag nur wenig gemeinsam hat.



Collapse Under The Empire

Dir En Grey

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Patrick Jonsson

Lost In Desire

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Halo Effect

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Aalfang Mit Pferdekopf

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