Konzertbericht

Bericht:

Songs Of Lemuria

Konzert:

BitterSüßeStunden

Autor:

Daniel

Ort:

Berlin

Vom:

15.11.2006

Forumsbeiträge:

3

Bild - Konzertbericht Am vergangenen Mittwoch ging es im Kino der Berliner KulturBrauerei romantisch, ruhig und klassisch zu. Christian von Aster und Songs of Lemuria luden zu „BitterSüßeStunden“, eine Veranstaltung die im Rahmen der Reihe „Schöner Mittwoch“ stattfand. Mal kein Rock’n’Roll, mal kein Pogo, mal nicht die Haare schütteln – nur sitzen, lauschen und genießen.



Bild - Konzertbericht Pünktlich um 20.30 Uhr setzte sich DüsterRomantiker Christian von Aster auf sein Stühlchen und begann mit seiner Lesung, die die anwesenden Gäste in fremde Welten von Trollen, Vampiren, Piraten, Nymphen und anderen Fabelreiche entführte. In den 30 Minuten Wortgewalten bot Christian von Aster eine gelungene Mischung aus Mystik, düsteren Klischees und schwarzem Humor dar.



Bild - Konzertbericht Nach einer kleinen Umbaupause begann der zweite und zugleich der Hauptteil des Abends. Songs of Lemuria - ein Seitenprojekt von Gothrockguru Nik Page, dessen Grundkonzept es ist, bekannte Hits von Größen wie Depeche Mode, Duran Duran oder Joachim Witt in kleine neo-klassische Kunstwerke zu transponieren – gaben sich die Ehre.



Bild - Konzertbericht Die klassische Theatersängerin Michaela Laubach verwandelte große Popperlen wie „Shake the disease“ von Depeche Mode oder „Ordinary life“ von Duran Duran zusammen mit der herrlich tiefen Stimme von Nik Page und der instrumentalen Begleitung durch Corinna Söller am Piano und Michael Krayer am Cello in minimalistisch düstere Klassik-Crossover-Kleinode.



Bild - Konzertbericht Mit kleinen theatralen Performanceeinlagen verdeutlichten Michaela und Nik die Sehnsucht, die Lust, den Schmerz, das Leiden und das Hoffen, dass sie in den dargebotenen Songs besangen. Auf große Effekte wurde dabei gänzlich verzichtet. Doch die Minimalistik der Umsetzung und die Professionalität der Musiker zeigten mehr Wirkung als es kitschige übergroße Brimborien je hätten tun können. Songs of Lemuria ist es gelungen große Hits der Popkultur in eine neue Form zu bringen, ohne sie dabei zu entstellen oder dabei peinlich zu wirken.



Bild - Konzertbericht Eine respektable Leistung von Christian von Aster und Songs of Lemuria, die den Zuschauern einen ruhigen unterhaltsamen Abend bescherten, der ein wenig an den Flair kleiner gemütlicher Kabaretts, großer Diven und verwegener Vagabunden erinnerte. Die am 29.12. erscheinende Songs of Lemuria-EP „Klavier“ ist allemal ein Reinhören wert.



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